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Ernährung im Alter

Eine gesunde, vielseitige Ernährung trägt wesentlich zu unserer Gesundheit bei. Mit zunehmendem Alter wird jedoch die Umsetzung einer gesunden, vielseitigen Ernährung erschwert durch eine Veränderung unseres Geschmacksinnes, eine Verlangsamung der Magen-Darmtätigkeit und ein damit länger anhaltendes Völlegefühl. Oft begünstigt zudem eine eingeschränkte Zahngesundheit eine Mangelernährung älterer Menschen.

Folgen sind eine zu geringe Energiezufuhr, insbesondere bezogen auf Proteine (Eiweiss), aber auch ein Mangel wichtiger Mikronährstoffe wie Calcium, Vitamin B12, Folsäure und Vitamin D. Der Mangel an Makro- und Mikronährstoffen führt zu einer Abnahme der Muskel und Knochenmasse, und erhöht damit das Sturz und Knochenbruchrisiko, begünstigt Mobilitätseinschränkungen und Wundheilungsstörungen und führt zu einer Zunahme des Infektionsrisikos älterer Patienten und Patientinnen.

Die Erfassung und Verbesserung der Ernährung ist deshalb ein zentrales Element der frührehabilitativen Komplexbehandlung und gehört zu den wichtigen Abklärungen im Test- und Diagnosezentrum unserer Klinik. Wir arbeiten dabei eng mit der Ernährungsberatung und der Küche des Universitätsspitals zusammen. Um die Proteinzufuhr unserer Patienten und Patientinnen zu verbessern wird in der Küche des USZ täglich frisch ein schmackhafter Protein-Drink zubereitet.

Mangelernährung

Gemäss dem 6. Schweizerischen Ernährungsbericht (2012) sind durchschnittlich 20-25 Prozent aller ins Krankenhaus eintretender Personen mangelernährt. Besonders häufig betroffen sind ältere Menschen.

Makronährstoffe

Zu den sogenannten Makronährstoffen gehören Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Eine ausreichende Proteinaufnahme im Alter ist von zentraler Bedeutung für die Prävention der Sarkopenie, denn Proteine sind die Bausteine unserer Muskulatur. Wir empfehlen 1g Protein pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen. Diese Empfehlung gilt insbesondere für Senioren und Seniorinnen.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen werden Mineralstoffe und Vitamine gezählt. Werden im Alter geringere Mengen an Nahrung zu sich genommen, verringert sich auch der Gehalt der verschiedenen Mikronährstoffe im Körper. Eine Supplementierung mit gewissen Vitaminen oder Mineralstoffen kann deshalb sinnvoll und gesundheitsfördernd sein. Im Folgenden werden nur einige für ein gesundes Altern essentielle Mikronährstoffe erläutert.

  • Vitamin D unterstützt die Muskel- und Knochengesundheit. Bei älteren Menschen ist die Fähigkeit der Haut Vitamin D zu bilden reduziert. Ein Vitamin D Mangel ist deshalb sehr verbreitet. Hier erfahren Sie mehr zu Vitamin D.
  • Omega 3-Fettsäuren haben einen schützenden Effekt gegen Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Kalzium ist in erster Linie für die Knochengesundheit essentiell. Die Kalziumaufnahme in den Knochen ist von Vitamin D abhängig. Oft wird deshalb eine kombinierte Supplementation von Kalzium und Vitamin D empfohlen. Der tägliche Kalziumbedarf (1000mg/d) kann jedoch durch einer ausgewogenen Ernährung meist gut gedeckt werden.
  • Eisenmangel ist bei älteren Menschen verbreitet und kann zu einer Eisenmangel-Anämie führen. Anämie kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, wie z.B. verminderte körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen oder einem erhöhten Sturzrisiko. Eine ausreichende Zufuhr ist deshalb wichtig.

Energiezufuhr

Um eine ausreichende Energiezufuhr bei älteren Menschen sicherzustellen, empfehlen wir mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag. Ideal wäre jeweils ein Milchprodukt in die kleine Mahlzeit zu integrieren. Käse ist eine Milchprodukt, welches auch für ältere Menschen mit Laktose-Intoleranz verträglich ist. Mehr Bewegung macht Appetit. Daher ist ein Spaziergang vor dem Essen eine gute Massnahme und Proteine tragen dann besonders gut zum Muskelaufbau bei.

Richtwert Energiezufuhr im Alter 65+:
Bei Frauen: 1700 kcal/Tag
Bei Männern: 2100 kcal/Tag

Aktive Senioren und Seniorinnen brauchen eine grössere Energiezufuhr.

Zum Calcium und Protein Rechner Mehr zu Vitamin D

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