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Gynäkologische Zytologie: Krebsvorsorge PAP-Abstrich

Die Beurteilung der Zellveränderungen der PAP-Abstriche ist wesentlich für Vorsorge und Entdeckung der Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses.

Der nach Griechischem Wissenschaftler Georgios Papanicolaou (1883-1962) benannte PAP-Abstrich stellt die erfolgreichste Krebs-Screening-Methode der modernen Medizin dar. Seine flächendeckende Einführung in der zweiten Hälfte des XX. Jahrhundert für die Vorsorgeuntersuchung des Gebärmutterhalskrebses führte zu starker Abnahme der Häufigkeit dieser durch humane Papplioma-Viren (HPV) verursachte Krebsart. Heutzutage wird dieser Test nach wie vor in der Kombination mit der HPV-Typisierung erfolgreich für die Frühentdeckung der Krebsvorstufen verwendet.

Methode

Der PAP-Abstrich wird von den Frauenärzten während der gynäkologischen Untersuchung aus der Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen und entweder als konventionelles Präparat oder in einer speziellen Flüssigkeit (Dünnschicht-Methode) in ein Zytologie-Institut zur Befundung eingesandt. Innerhalb von fünf bis sieben Tagen wird von den Zytopathologen ein Bericht erstellt über den Nachweis von Zellen der Krebsvorstufen. Je nach Ergebnis kann eine HPV-Typisierung vorgenommen werden. In Abhängigkeit von den Befunden wird von den Frauenärzten aufgrund der zytologischen Analyse des PAP-Abstriches, eines allfälligen HPV-Nachweises und unter Berücksichtigung der Vorgeschichte der Patientin eine Therapie zur Entfernung der Krebsvorstufen eingeleitet.

Diagnose Dysplasie

Dysplasien bilden sich in bis zu 80% von selbst zurück und müssen nur in wenigen Fällen behandelt werden. Die leichte Form der Dysplasie (LSIL, CIN 1) bildet sich in der Mehrzahl der Fälle innerhalb von 6 – 8 Monaten ohne weitere Massnahmen von selbst zurück. Die schwere Form der Dysplasie (HSIL, CIN 2 oder 3) kann gleichermassen spontan ausheilen, braucht jedoch mehr Zeit (1 – 2 Jahre) und muss – da sie in Krebs übergehen kann – regelmässig kontrolliert oder auch behandelt werden. Das Verschwinden einer HPV-Infektion ist häufig das erste Anzeichen dafür, dass sich eine Dysplasie in der spontanen Abheilungsphase befindet. Bei über 30-jährigen Frauen verringert sich der Anteil der spontan ausheilenden Dysplasien, sodass mit zunehmendem Alter regelmässige Kontrollen immer wichtiger werden.

Linkes Bild: Leichte Plattenepitheldysplasie (LSIL/CIN 1) Rechtes Bild: Schwere Plattenepitheldysplasie (HSIL/CIN 3)

Verantwortliche Fachpersonen

Silvia Aliesch

Leiterin biomed. Analytik Zytopathologie, Universitäres Zentrum für Labormedizin und Pathologie (UZL)
Leiterin Biomed. Analytik Zytologie, Institut für Pathologie und Molekularpathologie
Leitende Biomedizinische Analytikerin, Zytologie

Tel. +41 44 255 25 21

Auskunft

Labor Zytologie

Tel. +41 44 255 39 41

Sekretariat

+41 44 255 25 11

Entnahme und Einsendung von zytologischen Proben

Die wichtigste Voraussetzung für eine spezifische zytologische Diagnostik ist der optimale Erhaltungszustand des Zellmaterials, der entscheidend von der Art der Vorbehandlung bzw. der Fixation abhängt.

 

UniversitätsSpital Zürich
Institut für Pathologie und Molekularpathologie
Abteilung für Zytologie
Zytologie Labor PATH E 3
Schmelzbergstrasse 12
8091 Zürich

Annahmezeiten
Montag bis Freitag 07.00 – 17.30 Uhr,
Samstag: 08.00 – 12.00 Uhr

Wegleitung zytologische Proben

Behandelnde Fachbereiche

Zytologie

Institut für Pathologie und Molekularpathologie