«In punkto Auslastung sind wir trotz Corona auf Kurs»

Am 5. Oktober 2020 ging der neue Standort USZ Flughafen in Betrieb. Sechs Monate später spricht Prof. Philipp Kaufmann, Direktor USZ Flughafen, im Interview über Highlights und Knacknüsse der Startphase.
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«In der Permanence haben wir noch Platz»:
Prof. Philipp Kaufmann, Direktor USZ Flughafen.

Philipp Kaufmann, das USZ Flughafen bedeutete Neuland. Welche Feedbacks kriegen Sie, wenn Sie mit Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden über das ambulante Gesundheitszentrum sprechen?
Die Rückmeldungen sind praktisch rundum positiv. Der Standort funktioniert! Das dürften wir mit grosser Genugtuung festhalten. So wie ich es wahrnehme, schätzen die Patientinnen und Patienten neben der kompetenten medizinischen Betreuung vor allem, dass wir sehr einfach erreichbar sind – mit den ÖV, aber zum Beispiel auch mit dem Auto. Viele unserer Patientinnen und Patienten bemerken natürlich auch die moderne Infrastruktur – und dass unsere Mitarbeitenden äusserst dienstleistungsorientiert sind.

Das heisst, es klappt alles wie am Schnürchen?
Zum jetzigen Zeitpunkt klappt das Meiste! Aber am Anfang gab es auch einige Knacknüsse – etwa das Einregulieren der Raumtemperaturen im neuen Gebäude oder das Parkhaus, das mit etwas Verspätung eröffnete. Dass wir den Standort USZ Flughafens mitten in der Pandemie beziehen mussten, war alles andere als ideal. Denn dadurch mussten viele Spital-interne Ressourcen für die Bewältigung der Krise eingesetzt werden.

Zum Beispiel?
Einige ICT-Lösungen für das USZ Flughafen konnten deshalb erst während des laufenden Betriebs erarbeitet werden. Dank dem enormen Sondereinsatz aller Mitarbeitenden gelang es uns aber, diese schwierige Situation gut zu meistern. Die Mitarbeitenden sind extrem motiviert und engagiert – und die Behandlungsteams unterstützen sich gegenseitig.

Kamen wegen der Corona-Pandemie insgesamt auch weniger Patientinnen und Patienten als erwartet?
Nein. Man muss bedenken, dass 96 Prozent der Patientinnen und Patienten, die wir am USZ Flughafen behandeln, bereits vorher von uns betreut wurden – einfach im Stadtzentrum. Insofern tangierte uns die Pandemie sicher weniger als zum Beispiel den Detailhandel, der auf die Laufkundschaft im Circle angewiesen ist. Positiv war, dass wir mit dem USZ Flughafen in der Corona-Krise dazu beitragen konnten, die Personenströme auf dem USZ Campus im Stadtzentrum zu reduzieren. Bei der Permanence hingegen, wo jeder ohne Termin leichte Notfälle behandeln lassen kann, waren die Besucherzahlen wegen der Corona-Situation noch nicht so hoch – vor allem in der Zeit, als die Restaurants und Läden aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben mussten. Ich bin aber überzeugt, dass sich das in diesem Jahr verbessern wird, denn wir werden dieses Angebot in einem nächsten Schritt noch bekannter machen.

Wie hoch ist die Auslastung des USZ Flughafen ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Standorts konkret?
In Punkto Auslastung des Ambulatoriums sind wir trotz Corona auf Kurs. Sie beträgt rund 75 Prozent, was sehr erfreulich ist. Den dritten Operationssaal für ambulante Eingriffe konnten wir früher als erwartet in Betrieb nehmen. Auch die Auslastung beim Zahnarzt-Angebot steigt stetig.

Gab es viele Patientinnen und Patienten, die ihre Termine aus Angst vor Corona abgesagt haben?
Es kommt tatsächlich immer wieder zu Terminabsagen aus diesem Grund, auch wenn Besucherinnen und Besucher bei uns gut vor Ansteckungen geschützt sind. Es ist deshalb wichtig, dass wir sie darauf hinweisen, dass sie besser aufgehoben sind, wenn sie sich behandeln lassen. Bei schweren Erkrankungen kann ein Zuwarten fatal sein. Wir sind zuversichtlich, dass sich diesbezüglich im zweiten Halbjahr 2021 ein positiver Trend abzeichnen wird.

Was war für Sie persönlich das Highlight der ersten sechs Monate?
Der gute Spirit, den ich am USZ Flughafen täglich erlebe, beeindruckt mich immer wieder von Neuem – alle ziehen am gleichen Strick. Das finde ich grossartig.

Und was wünschen Sie sich für die Zukunft des Standorts?
Ich wünsche mir, dass wir die hohe Zufriedenheit bei den Patientinnen und Patienten und bei den Mitarbeitenden halten und punktuell weiter stärken können. Wir tauschen uns dazu unter den Teams regelmässig aus, um Verbesserungen auszuloten. Das bringt uns gemeinsam vorwärts.


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Das USZ Flughafen ist Teil des Circle am Flughafen Zürich.


 


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