Prof. Emanuela Keller erhält CHF 573'853 des Schweizerischen Nationalfonds für ihr Forschungsprojekt im Bereich Notfall- und Intensivmedizin

Prof. Dr. med. Emanuela Keller, Leitende Ärztin der Intensivstation der Klinik für Neurochirurgie des UniversitätsSpitals Zürich, erhält CHF 573'853 des Schweizerischen Nationalfonds für ihr Forschungsprojekt «ICU Cockpit: IT platform for multimodal patient monitoring and therapy support in intensive care and emergency medicine». Das Projekt hat zum Ziel, mit Hilfe grosser Datenmengen komplexe pathophysiologische Zusammenhänge zu modellieren, um Algorithmen für Frühalarmsysteme und Therapieempfehlungen zu entwickeln.

​Das Projekt «ICU Cockpit: IT platform for multimodal patient monitoring and therapy support in intensive care and emergency medicine» wurde unter zahlreichen Bewerbungen für die Teilnahme am Nationalen Forschungsprogramm «Big data» (NFP 75) des Schweizerischen Nationalfonds ausgewählt und erhielt für seine Umsetzung den Beitrag von CHF 573'853 zugesprochen. Im «ICU Cockpit» werden in Kollaboration mit der ETH Zürich, IBM Research und Supercomputing Systems AG Daten zahlreicher, medizintechnischer Geräte mit einer zeitlichen Auflösung von bis zu 200Hz erfasst und zeitsynchronisiert. Basierend auf «data mining»und künstlicher Intelligenz werden die enormen Mengen an gespeicherten Daten dazu verwendet, komplexe pathophysiologische Zusammenhänge zu modellieren, um Algorithmen für Frühalarmsysteme und Therapieempfehlungen in der Notfall- und Intensivmedizin zu entwickeln.

Das Nationale Forschungsprogramm 75 «Big Data» (NFP 75) des Schweizerischen Nationalfonds soll die wissenschaftlichen Grundlagen für einen wirksamen und angemessenen Einsatz von grossen Datenmengen liefern. Die Forschungsprojekte untersuchen Fragen der Informationstechnologie und deren gesellschaftlichen Auswirkungen und gehen auf konkrete Anwendungen ein. Der Finanzrahmen des Programms beträgt CHF 25 Mio. Die Forschungsdauer beträgt fünf Jahre.