In der Logistik sorgen wir für mehr Nachhaltigkeit, indem wir medizinische Einwegprodukte durch Mehrwegprodukte ersetzen, Abfälle reduzieren und umweltgerecht entsorgen.
Das USZ möchte die Mengen an angefallenen Abfällen, so weit wie möglich, reduzieren. Im Rahmen der „Initiative Vorbild Energie und Klima“ wurde, gemeinsam mit den anderen Schweizer Universitätsspitälern, die Absicht formuliert, die absolute Abfallmenge bis 2030 – trotz steigender Fallzahlen – zu reduzieren. Insbesondere liegt der Fokus auf Abfällen, die in Kehrichtverbrennungsanlagen behandelt werden. Am USZ fallen derzeit jährlich noch über 2’000 Tonnen solcher Abfälle an.
Kunststoffe, Metalle und Batterien werden separat gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Allein von den zum Transport und zur Lagerung von sterilisierten Instrumenten eingesetzten Vliesen können so jährlich etwa 10 Tonnen Kunststoff in den Materialkreislauf zurückgeführt werden.
Durch die Optimierung der Entsorgungsrouten konnten in den letzten Jahren die von den Entsorgungsfahrzeugen gefahrenen Kilometer um mehr als die Hälfte reduziert werden.
Die USZ-Logistik arbeitet beim Transport von Material seit 2018 mit standardisierten Mehrwegbehältern, um den Verpackungsabfall zu minimieren. Das USZ sucht auch gemeinsam mit seinen Lieferanten nach Lösungen. So werden beispielsweise Büromaterialien heute direkt beim Lieferanten in USZ-Mehrwegbehältern kommissioniert und ans USZ angeliefert.
Ein grosser Teil der späteren Umweltauswirkungen der im USZ eingesetzten Produkte kann bereits im Beschaffungsprozess beeinflusst werden, bspw. im Hinblick auf die Klimawirkung oder die Kreislauffähigkeit. Mehrwegprodukte können sowohl die Kosten als auch die Umweltwirkung reduzieren und werden daher, wo immer möglich, bevorzugt. Alternativ wird bei Einwegmaterialien auf die Recyclingfähigkeit bzw. die biologische Abbaubarkeit geachtet. Bei Beschaffung werden daher die Kosten und Umweltauswirkungen des gesamten Lebenszyklus in der Entscheidungsfindung berücksichtigt.
Um die Komplexität solcher Entscheidungen zu reduzieren, existieren für einige Produktbereiche bereits nachhaltigkeitsbezogene Beschaffungsrichtlinien. Diese sollen zukünftig noch auf weitere Produktgruppen ausgeweitet werden. Eine Optimierung der Bestellprozesse reduziert zudem Überbestellungen und somit nicht genutzte oder abgelaufene Produkte.
Die Verantwortung des USZ für die Einhaltung von Mindeststandards im Bereich soziale und Umweltverantwortung erstreckt sich über die gesamte Lieferkette. So soll sichergestellt werden, dass die Lieferanten faire Löhne zahlen, sichere Arbeitsbedingungen bieten und keine Kinder- und Zwangsarbeit eingesetzt wird. Bereits heute werden diese Anforderungen über Vertragsbedingungen eingefordert und über Zertifizierungen oder Audits nachgewiesen. Zukünftig soll die Lieferantenbewertung um soziale und ökologische Aspekte erweitert werden, um noch mehr Transparenz in die Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten zu bringen.