Studien suchen Teilnehmende

Früherkennung von Demenz durch Alltagsaktivität

Wie bewegen sich Menschen im Alltag, und was sagt das über ihr Gehirn aus? Diese Studie sucht Antworten auf die Frage, ob das Mobilitäts- und Bewegungsverhalten Hinweise auf eine mögliche Demenzerkrankung - insbesondere Alzheimer-Krankheit - liefern kann. Und wenn ja, wie hängen diese Veränderungen in der Alltagsaktivität mit Veränderungen der kognitiven Leistungen und der Struktur des Hirns zusammen?
Die Studie dient der Grundlagenforschung zum Zusammenhang zwischen alltäglichen Mobilitäts- und Aktivitätsgewohnheiten, der Anatomie des Gehirns und von kognitiven Veränderungen im Alter. Da in dieser Art von Forschung kein direkter Anwendungsbezug besteht, können wir keinen unmittelbaren persönlichen Vorteil durch die Studienteilnahme in Aussicht stellen. Mit den aus der Studie gewonnenen Erkenntnissen kann jedoch eine richtungsweisende Basis für weitere Forschungs- und Anwendungsschritte geschaffen werden.

Ziel der Studie

Kann das Mobilitätsverhalten im Alltag mögliche dementielle Entwicklungen voraussagen? Wenn ja, sind diese Zusammenhänge im Gehirn erkennbar?

Wer kann teilnehmen?

Pensionierte Seniorinnen und Senioren im Alter von 60+:

a) Personen mit in einer Klinik diagnostizierten kognitiven Beeinträchtigung

b) gesunde Personen ohne diagnostizierte kognitive Beeinträchtigung

Ablauf

Während zweier Testtermine im Abstand von zwei Jahren führen wir die folgende Test-Abfolge durch:

  • Vor der Teilnahme: Im Vorfeld informieren wir gründlich telefonisch über die Einschlusskriterien sowie über mögliche Risiken.
  • Gesundheitscheck: Zu Beginn der eigentlichen Testsitzungen Kurzanamnese durch einen fachlich geschulten Studienarzt oder eine Studienärztin.
  • Optionale Blutentnahme: Wir ermitteln biologische oder genetische Risikofaktoren für eine mögliche dementielle Entwicklung
  • Neuropsychologie: Bearbeitung einer Reihe von kognitiven Aufgaben mit einer geschulten Neuropsychologin oder einem Neuropsychologen.
  • Gehirn-Bildgebung: Mittels Magnetresonanztomographie (MRT) wird die Anatomie und die Funktion des Gehirns gemessen (Dauer ca. 40 Minuten).
  • Optionale PET-Untersuchung: Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird das Gehirn auf Eiweissablagerungen untersucht.
  • Geh-Tests im Labor: Mit speziellen Turnschuhen mit Sensoren wird der individuelle Gangstil gemessen.
  • Messung der Mobilität im Alltag: nach dem Testtermin tragen die Testpersonen während 14 Tagen möglichst ununterbrochen einen Aktivitäts-Tracker (GPS) und eine spezielle Uhr, die ausgewählte Bewegungsaspekte misst. Die technische Anwendung wird vor dem Tragen ausführlich erklärt.

Entschädigung

CHF 75.– & Fahrkosten (ÖV)

Original Studienname

Untersuchung zur Rolle von Veränderungen der Mobilitätsgewohnheiten bei der Entwicklung von kognitiver Beeinträchtigung im Alter

BASEC-Nummer

2022-01297

Sponsoren

Der Schweizerische Nationalfonds und Demenzforschung Schweiz, Stiftung Synapsis

Sind Sie interessiert?

Katarina Kliestenec

Tel. 079 742 50 19