Seit Mai 2021 wird an der Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich ein neues, umfassendes Qualitätssicherungssystem eingesetzt: ZH-CLASSIC (Zurich Clinical Quality Assurance System in Radiation Oncology).
ZH-CLASSIC sorgt dafür, dass bei jeder Strahlentherapie nicht nur die Behandlung selbst, sondern auch deren Notwendigkeit und der gesundheitliche Verlauf danach genau dokumentiert und regelmässig ausgewertet werden.
Was bringt das den Patientinnen und Patienten?
Für Krebspatientinnen und -patienten bedeutet ZH-CLASSIC mehr Sicherheit und Transparenz. Dank der strukturierten Erfassung von Daten wie Symptomen, Therapieverlauf und Nachsorge kann die Qualität der Behandlung laufend überprüft und verbessert werden. Auch langfristige Folgen und Therapieerfolge lassen sich dadurch besser beurteilen.

Im Bild: Follow-up-Management nach Radiotherapie
Die Nachsorge erfolgt je nach Fall in der Klinik, per Telefon oder durch Rückmeldungen von zuweisenden Ärztinnen und Ärzten. So bleibt der Kontakt zur Klinik auch nach Abschluss der Bestrahlung erhalten – ein grosser Vorteil für Betroffene, insbesondere bei komplexeren Krankheitsverläufen.
„Unser Ziel ist es, von jeder Patientin und jedem Patienten zu lernen. Mit dem neuen Qualitätssicherungssystem erfassen wir alle wichtigen Informationen zur Strahlentherapie – von der medizinischen Begründung über die konkrete Durchführung bis hin zu den Behandlungsergebnissen. Das ist nur dank der engen Zusammenarbeit aller Berufsgruppen möglich.“
Erfolgreiche erste Ergebnisse
Bis heute wurden über 4’500 Patientinnen und Patienten im System erfasst. Besonders wichtig ist das neue System, wenn innovative Therapien eingesetzt werden: untersucht wurden die Ergebnisse bei Patienten mit Prostatakrebs, die mit moderner, hochpräziser Bestrahlung (sogenannter SBRT) behandelt wurden. In dieser Gruppe konnten Therapieerfolg, Verträglichkeit und Nebenwirkungen klar nachvollzogen und mit bekannten Erfahrungswerten verglichen werden – mit sehr positiven Ergebnissen.
ZH-CLASSIC ist ein grosser Schritt hin zu mehr Qualität, Nachvollziehbarkeit und Patientenorientierung in der Strahlentherapie. Es zeigt, wie digitale Lösungen helfen können, die bestmögliche Versorgung für Krebspatientinnen und -patienten sicherzustellen – während und auch lange nach der Behandlung.
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