Im 2021 nahm das Universitätsspital Zürich (USZ) das weltweit erste Photon-Counting-CT am Campus im Zentrum in Betrieb. Seit Kurzen steht das erste Gerät der nächsten Generation, ein Single-Photon-Counting-CT, am Standort USZ Flughafen. Damit profitieren auch Patientinnen und Patienten in der ambulanten Versorgung von den Vorteilen dieses Bildgebungsverfahrens.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Computertomographen (CT) werden bei der Photon-Counting-Technologie einzelne Röntgenstrahlen direkt und ohne Informationsverlust in elektrische Signale umgewandelt. Das Ergebnis sind deutlich schärfere Bilder mit höherem Kontrast und mehr diagnostischen Details – so lassen sich feinste Strukturen in Knochen oder Gewebe erkennen, die mit CT-Geräten anderer Bauart nur verschwommen oder gar nicht zu sehen sind.
Diese Detailtiefe unterstützt insbesondere die Abklärung kardiovaskulärer Erkrankungen, von Lungenerkrankungen, abdominellen Befunden und muskuloskelettalen Problemen. Auch Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen können dank der deutlich besseren Bildgebung besser versorgt werden.
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies:
- Präzisere Diagnosen: Frühstadien von Tumoren, Gefässveränderungen oder Lungenerkrankungen lassen sich besser erkennen. In vielen Fällen kann eine invasive Untersuchung – etwa mittels Herzkatheter – vermieden werden.
- Weniger Belastung: Die Strahlendosis kann um bis zu 40 % reduziert werden, ebenso der Einsatz von Kontrastmitteln. Das ist besonders wichtig für jüngere Patientinnen und Patienten sowie für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion.
- Schnellere Ergebnisse: KI-gestützte Abläufe und automatisierte Bildauswertung verkürzen die Zeit bis zur Diagnose – ein Gewinn für Zuweiser und Patienten.
- Mehr Informationen: Jede Untersuchung liefert zusätzliche spektrale Daten, die Rückschlüsse auf die Gewebezusammensetzung und Krankheitsprozesse ermöglichen – diese Informationen unterstützen die Wahl der individuell wirksamsten Therapie.
Damit setzt das USZ einen weiteren Meilenstein in der modernsten Bildgebung und stärkt die Versorgung von Patientinnen und Patienten auf höchstem diagnostischem Niveau.