Brigitte Simonsz-Tóth macht Augentest bei Patient

Arbeiten am USZ

«Mein Beruf ist mein grösstes Hobby.»

Brigitte wollte schon als Kind Orthoptistin werden und ist bis heute fasziniert von ihrem Beruf. Ihr Wissen laufend zu erweitern und weiterzugeben, ist ihr ein besonderes Anliegen.

Wolltest du als Kind schon Orthoptistin werden?

Ja, tatsächlich. Im Alter von 10 Jahren wurde bei mir ein verstecktes Schielen entdeckt. Bereits während der ersten Behandlung durch die Orthoptistin war mir klar, dass ich diesen Beruf ergreifen möchte. Die Schielwinkelmessungen, die apparativen Übungen, die Prismenanpassung bis hin zum operativen Eingriff fand ich faszinierend. Danach gab es nie wieder einen anderen Berufswunsch, auch wenn sich die Behandlung des Schielens seither wesentlich verändert hat.

Heute bist du Leiterin Orthoptik. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite noch immer zu einem grösseren Teil klinisch mit den Patient:innen, alleine oder in Begleitung der Studierenden im Praktikum. Zudem führe ich unser Team und bin für die Ausbildung der Studierenden verantwortlich. Das alles unter einen Hut zu bekommen ist herausfordernd im positiven Sinne, zumal ich hohe Erwartungen an mich selbst stelle. Dank Multitasking geht das. Ich nutze jede freie Minute, zum Beispiel um Emails zu beantworten. Ich habe feste Zeiten für Führungsaufgaben eingeplant und an einem halben Tag pro Woche arbeite ich im Homeoffice.

Du warst viele Jahre im Ausland. Was hat dich ans USZ gebracht?

Am USZ reizt mich das universitäre Setting, das hohe Niveau der Patientenversorgung, die Interdisziplinarität und insbesondere die Tatsache, dass ich wieder in der Berufsbildung tätig sein kann. Gesamtschweizerisch bildet die Orthoptik am USZ die meisten Studierenden aus und trögt damit wesentlich zur Erhaltung der Ausbildung Orthoptik HF bei. Das bunte Treiben mit Patienten aller Altersgruppen, Kolleginnen, Ärzten und Studierenden finde ich toll. Und ich habe das grosse Glück, dass das ganze Team enthusiastisch mit meinen Ideen mitzieht.

Du hast viel geforscht und publiziert.

Klinische Fragen triggern meine Neugierde und mein Bestreben, den Patienten und das Krankheitsbild bis ins Detail zu begreifen. Diese Erkenntnisse möchte ich dann bei anderen Patient:innen anwenden und mit anderen teilen. Mein Wissen immer zu erweitern und dies anderen Interessierten weiterzugeben, ist mir äussert wichtig.

Und du setzt dich stark ein für die Vernetzung in deinem Fachbereich.

In einem Gesundheitsberuf wie unserem ist es essenziell, immer auf dem neusten Stand zu sein und evidenzbasierte Methoden anzuwenden. Die meisten Orthoptistinnen arbeiten in einer Augenarztpraxis. Vielen fehlt der Austausch, den wir an einer Klinik im Team tagtäglich haben. Darum engagiere ich mich beim Berufsverband Swiss Orthoptics. Wir fördern den Austausch in Regionalgruppen und organisieren Weiterbildungen. Auch für die Augenarzt-Zeitschrift Ophta organisiere ich alle Beiträge von Orthoptist:innen.

Wie erholst du dich von all diesen Aufgaben?

Ich muss mich von meiner Arbeit nicht erholen. Die Orthoptik fasziniert mich und mein Beruf ist tatsächlich mein grösstes Hobby. Mein Herz schlägt schneller, wenn ich mich mit Orthoptik befasse.

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