Wissenschaftlicher Hintergrund
• Bei Patientinnen und Patienten mit einer Herzerkrankung, die sich zur Behandlung eine Herz-Bypass-Operation unterziehen, ist das Risiko auf depressive Beschwerden erhöht. Depression nach einer Herz-Bypass-Operation kann die Lebensqualität beeinträchtigen und das Risiko für Komplikationen / weitere Beschwerden erhöhen. Bisherige Behandlungen zeigen nur eine begrenzte Wirksamkeit und sind zudem mit finanziellem und personellem Aufwand verbunden.
Rechtliche Grundlagen
Falls zutreffend: Das Projekt wurde von der Kantonalen Ethikkommission geprüft und bewilligt.
Wir führen dieses Projekt gemäss Schweizerischer Gesetzgebung sowie nach den Standards der wissenschaftlichen Integrität durch.
Ziel der Studie
Ziele
• Wir haben zum Hauptziel die Depression nach einer Herz-Bypass-Operation genauer zu verstehen und vorherzusagen. Bisher gibt es kein zuverlässiges Vorhersagemodell für die Bestimmung des Risikos einer depressiven Erkrankung nach einer Herz-Operation. Die frühe Erkennung würde individualisierte Nachsorge und rechtzeitige Interventionen noch vor und auch nach dem Herz-Eingriff ermöglichen, um psychische Belastungen zu reduzieren.
• Ausschlusskriterien:
– Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten
– Andere schwere Erkrankungen (ausserhalb des Herzens), die voraussichtlich innerhalb eines Jahres zum Tod führen
– Wahrnehmungs- und Denkprobleme, Substanzmissbrauch und/oder -abhängigkeit, aktive Suizidgedanken
– Notfallmässige Herz-Bypass-Operation
Wer kann teilnehmen?
Wer kann teilnehmen?
• Wichtigste Ein- und Ausschlusskriterien (keine komplexe und komplette Liste)
• Einschlusskriterien:
– Bevorstehende Herz-Bypass Operation, isoliert oder in Kombination mit einem Herzklappeneingriff
– Männer und Frauen, im Alter zwischen 18 und 90 Jahren
– Ausreichend Deutschkenntnisse (im Lesen und Verstehen)
Ablauf
Methodik
Design und Inhalte beschreiben.
• Wir führen mit den Patientinnen und Patienten (telefonisch) Interviews durch, füllen gemeinsam Fragebogen aus und machen kurze körperbezogene Messungen (Taille- und Hüftumfang, Herzrate). Zudem erhalten die Patientinnen und Patienten eine kurze Aufgabe, in der sie in bestimmten Zeitintervallen ihren Herzschlag zählen müssen. Die Pflege entnimmt im Zuge des Routine-Verfahrens zusätzlich Blut für die Studie.
Weiterführende Informationen
Link Präregistrierung auf https://clinicaltrials.gov/study/NCT06706323
Link zum Projekt auf https://www.usz.ch/mit-herz-und-seele/
Link zum SNF auf https://data.snf.ch/grants/grant/215033
• Die Daten umfassen soziodemografische Angaben, Gesundheitsverhalten, Psychologische Fragebogen, medizinische und chirurgische Akten von Patientinnen und Patienten, Blut- bzw. Entzündungswerte und Interozeptionsdaten (d.h. wie gut sie ihren Herzschlag «spüren» können).
• Die Daten werden mit den Patientinnen und Patienten kurz vor der Operation und nach der Operation erhoben. Der Gesamtaufwand für die Patientinnen und Patienten beträgt ungefähr 2 Stunden, die im Rahmen von maximal drei Sitzungen über einen Zeitraum von 8 Wochen absolviert werden.
• Wir machen die Untersuchungen an der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich und am Stadtspital Triemli.
Entschädigung
Original Studienname
PCD – Prädiktive Modellierung klinisch signifikanter depressiver Symptome nach koronarer Bypass-Operation
BASEC-Nummer
BASEC:2023-02040 31.10.2024
Sponsoren
Finanzierung Schweizerischer Nationalfonds (SNF).