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Aktuelles aus dem CCCZ-Studienprogramm – neue Chancen für Patientinnen und Patienten

Eine Krebsdiagnose bringt oft viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Besonders belastend ist es, wenn bestehende Therapien nicht den gewünschten Erfolg bringen oder die Erkrankung fortschreitet. In solchen Situationen können klinische Studien neue Hoffnung geben.

Am Comprehensive Cancer Center Zurich (CCCZ) starten derzeit mehrere neue klinische Studien für verschiedene Krebsarten. Sie ermöglichen Patientinnen und Patienten Zugang zu innovativen Therapien, die sich noch in der Entwicklung befinden, aber vielversprechende neue Ansätze verfolgen.

Viele dieser Studien setzen auf gezielte Behandlungen. Das bedeutet, dass Therapien möglichst genau dort wirken sollen, wo der Tumor ist. Beim Lungenkrebs wird zum Beispiel eine Therapie untersucht, die ein Medikament direkt zu den Krebszellen bringt. Beim Brustkrebs wird ein neues Medikament getestet, das den Einfluss von Hormonen auf das Tumorwachstum blockiert und so das Risiko eines Rückfalls senken könnte.

Drei Studien widmen sich Erkrankungen des Blutes und Knochenmarks und untersuchen unterschiedliche neue Therapieansätze. Einige greifen gezielt in Signalwege von Krebszellen ein, andere bauen bestimmte Eiweisse ab, die für das Wachstum der Krankheit wichtig sind, oder blockieren spezifische genetische Veränderungen. Ziel ist es, auch dann noch wirksame Optionen zu bieten, wenn bisherige Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen.

Für Patientinnen und Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren wird in der PROLoNg Studie untersucht, ob eine Kombination aus Immuntherapie und gezielter Bestrahlung von Metastasen bessere Ergebnisse erzielt als eine einzelne Behandlung.

Beim Prostatakrebs werden sowohl neue Medikamente als auch innovative Strahlentherapien erforscht, die Krebszellen gezielt angreifen sollen. Und bei Blasenkrebs wird eine neue Antikörpertherapie getestet, die Tumorzellen besonders präzise erkennen und bekämpfen kann.

Klinische Studien bieten nicht nur Zugang zu neuen Therapien, sondern auch eine engmaschige Betreuung durch spezialisierte Fachpersonen. Ob eine Teilnahme in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird individuell geprüft. Wichtig ist, dass Patientinnen und Patienten gut informiert sind und gemeinsam mit ihrem Behandlungsteam entscheiden können.

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