Ursprünglich wollte Grazyna Medizin studieren, doch es kam anders. Als Medizinische Praxisassistentin hat sie stattdessen das Ambulatorium am Flughafen CIRCLE mit aufgebaut.
Du hast geholfen, unser Ambulatorium am Flughafen CIRCLE aufzubauen. Was ist dir aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben?
Schon vor der Eröffnung des CIRCLE war ich aktiv am Aufbau des Ambulatoriums beteiligt. Gemeinsam haben wir dafür gesorgt, dass alle Zimmer eingerichtet wurden und das gesamte Material bereit war. Gleichzeitig nahmen wir an zahlreichen Simulationen und Testläufen teil, um den Start optimal vorzubereiten. Dazu kamen Tausende offene Tickets bei der IT. Alles war neu und vieles funktionierte anfangs noch nicht. Für mich war es eine intensive und anspruchsvolle, aber auch sehr schöne Zeit.
Was reizt dich daran, am CIRCLE zu arbeiten?
Die ersten eineinhalb Jahre durfte ich mit den Ärzten und Ärztinnen der Neurochirurgie zusammen die ambulanten Sprechstunden mitgestalten und betreuen. Dann wurde ich zur Gruppenleiterin befördert – eine grosse Chance für mich. Auf meinem Stockwerk am CIRCLE gibt es zwölf verschiedene Kliniken. Diese Vielfalt macht den Arbeitsalltag besonders abwechslungsreich. Und der Standort ist einzigartig. Wer hat schon von einem Spital aus einen Ausblick auf den Flughafen?
Du bist ursprünglich gelernte Kauffrau.
Mein Herz hat immer für die Medizin geschlagen. Ich bin in einer Grossfamilie in einem kleinen Dorf in Polen aufgewachsen. Unter diesen Umständen war es schwierig, Medizin zu studieren. Also habe ich nach meinem Abitur eine Ausbildung zur Kauffrau gemacht. Da ich schon früh den Wunsch hatte, ins Ausland zu gehen, habe ich danach Germanistik studiert. Ich hatte bereits Freunde und eine Schwester in der Schweiz. Der Liebe wegen bin ich schliesslich hiergeblieben.
Und wie hast du den Weg in die Gesundheitsbranche gefunden?
Ich habe eine Ausbildung zur Arzt- und Spitalsekretärin und anschliessend zur Medizinischen Praxisassistentin gemacht. Ein Hausarzt sah mein Potential und hat mich gefördert. Bei ihm habe ich viel gelernt – den Umgang mit Patienten und Patientinnen, Blutentnahmen, Infusionen legen. Schliesslich durfte ich als Medizinische Praxisassistentin arbeiten und habe mich laufend weitergebildet. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Beruf ausüben darf.
Warum wolltest du ans USZ?
Es war immer mein Ziel, am USZ zu arbeiten, denn hier arbeiten die Besten. Aber ich wusste, dass ich zuerst Erfahrung sammeln musste. Ich habe in verschiedenen Praxen und einem kleineren Spital gearbeitet. Dort waren wir oft unterbesetzt und unter Stress, hatten mit den unterschiedlichsten Patientinnen und Patienten zu tun. Das war eine gute Lebensschule.
Jetzt, wo du da bist: Ist es wirklich so besonders, als MPA am USZ zu arbeiten?
Ja, auf jeden Fall. Die Spitzenmedizin und die speziellen Fälle faszinieren mich. Hier kann ich für alle Fragen Fachexperten hinzuziehen – nicht nur im medizinischen Bereich, auch in der Informatik oder bei Personalfragen. Ich habe Einblick in verschiedene Fachbereiche und kann mich laufend weiterbilden. Diese Vielfalt macht für mich das USZ aus.