Die Forschungsgruppe von Marian Galovic (Galovic Lab) ist eine klinische und translationale Forschungsgruppe in der Klinik für Neurologie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Marian Galovic PhD, Leiter der Abteilung für Epileptologie und EEG.
Die Gruppe erforscht, wie sich Epilepsie und ihre Auswirkungen auf das Gehirn vorhersagen, verhindern und besser behandeln lassen. Sie verbindet klinische Epileptologie mit quantitativen Methoden, darunter Bildgebung des Gehirns, grosse Gesundheitsdatensätze (Big Data) und prognostische Modellierung, um klinisch relevante Fragestellungen in den Bereichen Epilepsie, Schlaganfall und Hirngesundheit zu bearbeiten.

Ein Teil der Patientinnen und Patienten entwickelt nach einem Schlaganfall oder einer anderen Hirnerkrankung eine Epilepsie – der Prozess wird Epileptogenese bezeichnet. Die Gruppe entwickelt und validiert prognostische Modelle in grossen multizentrischen Kohorten, um gefährdete Patientinnen und Patienten zu identifizieren, und führt prospektive Studien durch, die untersuchen, ob sich eine Epilepsie vorhersagen und möglicherweise verhindern lässt.
Im Rahmen internationaler Bildgebungskonsortien nutzt die Gruppe die longitudinale Bildgebung des Gehirns, um zu untersuchen, wie Epilepsie und Status epilepticus die Hirnstruktur im Zeitverlauf verändern und ob eine Behandlung diese Veränderungen begrenzen kann.
Spät im Leben auftretende Anfälle können mit kognitiven Veränderungen einhergehen. Anhand grosser Gesundheitsdatensätze untersucht die Gruppe die Zusammenhänge zwischen Anfällen, ihrer Behandlung, dem kognitiven Altern und Demenz bei älteren Menschen.

(A) Status epilepticus ist mit einer besonders raschen Hirnatrophie und Hirnalterung assoziiert.
(B) Darstellung des Risikos für eine Epilepsie nach 20 häufigen Hirnerkrankungen.
(C) Behandlung mit Natriumkanalblockern ist mit einem 27 % geringeren Risiko für eine Demenz assoziiert.
(D) Unsere und externe prognostische Modelle sind auf predictepilepsy.com im Web und auf dem Smartphone verfügbar.
Ausgewählte Projekte des Galovic Lab und weitere Informationen finden sie hier.
Die Gruppe baut mehrere Forschungsressourcen auf und koordiniert sie; ein Teil davon steht auch externen Kooperationspartnerinnen und -partnern offen:
Die Forschung der Gruppe wird unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds, der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie, der Schweizerischen Herzstiftung, der Koetser-Stiftung für Hirnforschung, dem USZ Innovationspool, der Theodor und Ida Herzog-Egli-Stiftung sowie der Philas-Stiftung.
Die Gruppe arbeitet international mit klinischen und akademischen Partnern zusammen und freut sich über Anfragen zu gemeinsamen Projekten und zur Teilnahme an ihren Konsortien. Regelmässig stehen Forschungsprojekte für Doktorierende (MD/PhD) und Masterstudierende zur Verfügung. Anfragen sind per E-Mail willkommen.
Vollständiges Team: das Team des Galovic Lab