Die Diagnostik von Amyloidosen ist aufgrund der unterschiedlichen Amyloidtypen und variablen Organmanifestationen anspruchsvoll. Neben Klinik und Labor kommt der histologischen Sicherung eine zentrale Bedeutung zu. Die Kongorot-Färbung mit charakteristischer apfelgrüner Doppelbrechung im polarisierten Licht ermöglicht den Nachweis von Amyloid. Entscheidend ist anschliessend die zuverlässige Typisierung, da sich insbesondere die Therapie der häufigen AL- und ATTR-Amyloidose grundlegend unterscheidet. Moderne Verfahren wie Immunhistochemie, Immun-Elektronenmikroskopie und massenspektrometrische Proteomik haben die diagnostischen Möglichkeiten wesentlich erweitert.
Prof. Dr. med. Alexandar Tzankov vom Universitätsspital Basel gibt einen praxisnahen Überblick über die histopathologischen und diagnostischen Grundlagen der Amyloidosen. Anhand ausgewählter Fallbeispiele werden diagnostische Fallstricke, die Bedeutung der Amyloidtypisierung und das Zusammenspiel verschiedener Verfahren diskutiert.