Der heisse Sommer hat deutlich gemacht, wie anspruchsvoll hohe Raumtemperaturen für den Spitalbetrieb sein können. Das Universitätsspital Zürich (USZ) nimmt diese Herausforderung ernst und arbeitet laufend daran, das Raumklima in seinen Gebäuden zu verbessern.
In den vergangenen drei Jahren wurden in verschiedenen Gebäuden zahlreiche Massnahmen umgesetzt. Sie verbessern das Raumklima in 152 Arbeitsräumen, 95 Untersuchungs- und Diagnostikräumen sowie 148 Patientenzimmern. Je nach Raum und Nutzung reichen die Lösungen von mobilen Kühlgeräten und Ventilatoren bis zu fest installierten Klimageräten und Anschlüssen an die Kälteversorgung.
Im OST-Trakt wurde zudem die Kälteleistung der zentralen Lüftungsanlage erhöht und das bestehende Bodenheizungssystem für die passive Kühlung nachgerüstet. In weiteren Gebäuden wurden einzelne Räume mit fest installierten Kühllösungen ausgestattet.
Verbindliche Perspektive für die kommenden Jahre
Mit der umfassenden Raumklimastrategie hat die Spitaldirektion nun den Rahmen für das weitere Vorgehen beschlossen. Die Strategie baut auf den bisherigen Arbeiten auf und schafft eine verbindliche Perspektive für weitere Verbesserungen und gezielte Investitionen.
Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird die Klimatisierung von Beginn an eingeplant. So wird auch MITTE1|2 nach seiner Fertigstellung vollständig klimatisiert sein.
In Bestandsgebäuden, die längerfristig genutzt werden, installiert das USZ Kaltwasserleitungen und stattet Räume mit geeigneten Kühlsystemen wie Umluftkühlgeräten oder Kühldecken aus. In Gebäuden, deren Komplettsanierung oder Rückbau absehbar ist, stehen bis dahin kurz- und mittelfristige Lösungen im Vordergrund. Dazu gehören je nach Gebäude und Nutzung beispielsweise Split-Klimageräte, mobile Kühlgeräte oder Ventilatoren.
Für die langfristigen Massnahmen werden die bestehenden Kältezentralen schrittweise ausgebaut, um die zusätzlich benötigte Kühlenergie bereitzustellen. Begleitend setzt das USZ Energie-Kompensationsprojekte um, beispielsweise Photovoltaikanlagen auf bestehenden Gebäuden und Neubauten sowie im Rahmen von Dachsanierungen.
Die Umsetzung solcher Massnahmen ist im laufenden Spitalbetrieb besonders anspruchsvoll. Dabei müssen unter anderem die Anforderungen der Spitalhygiene, des Brandschutzes, der Energieversorgung, des Denkmalschutzes und der medizinischen Nutzung berücksichtigt werden. Deshalb prüft das USZ für jedes Gebäude und jeden Bereich sorgfältig, welche Lösung geeignet, umsetzbar und langfristig sinnvoll ist.
So setzt das USZ den eingeschlagenen Weg fort und verbessert das Raumklima in seinen Gebäuden Schritt für Schritt.