Zwei Pflegefachfrauen bei der Arbeit

Arbeiten am USZ

«Ich kann zeigen, was ich kann – schon in jungem Alter.»

Laura schätzt es sehr, dass ihr als Lernende Fachfrau Gesundheit viel Vertrauen entgegengebracht wird. Und dass sie am USZ komplexe Patientensituationen sieht, die es sonst nirgendwo gibt.

Warum hast du dich für eine Lehre als Fachfrau Gesundheit entschieden?

Es ist ein schönes Gefühl, für Menschen da zu sein. Ausserdem interessieren mich die Medizin und der menschliche Körper sehr. Medizinaltechnische Aufgaben, wie das Aufziehen von Infusionen oder Blutentnahmen, finde ich extrem spannend. Besonders gefällt mir die Verantwortung, die ich hier trage: Ich kann schon in jungem Alter zeigen, was ich kann. Das stärkt mein Selbstbewusstsein.

Was macht das USZ für dich zu einem besonderen Ausbildungsort?

Das USZ ist eines der modernsten Spitäler. Hier gibt es die neuesten Geräte und sehr spezialisierte Teams, die man in kleineren Häusern nicht findet. Als Lernende wechsle ich jedes Jahr die Abteilung. Dadurch sehe ich unglaublich viele verschiedene Dinge. Wer sich für Medizin interessiert und gerne in einem grossen Betrieb mit modernsten Technologien arbeitet, ist hier genau richtig.

Hat dich die Grösse des USZ nicht überwältigt?

Doch. Am Anfang war ich mit der Grösse und den vielen Gängen im Untergrund total überfordert. Aber ich habe mich schnell eingelebt, da ich in allen Teams gut aufgenommen und integriert wurde. Alle sind sehr hilfsbereit. Einmal wurde ich sogar vom Transportdienst mitgenommen, als ich mich im Untergrund verlaufen hatte. Es macht Spass, mit so vielen verschiedenen Fachbereichen und Berufen wie der Physiotherapie, der Hotellerie oder dem Ärzteteam zusammenzuarbeiten.

Was hat dich während deiner Ausbildung besonders überrascht?

Wie viel Vertrauen das gesamte Team in uns Lernende hat. Man darf früh selbstständig sein und Dinge ausprobieren. Ein besonderes Erlebnis war für mich die intensive Betreuung eines Patienten, der anfangs sehr delirant war und nicht schlucken konnte. Nach einer Woche intensiver Begleitung ging es ihm deutlich besser. Er war wach und konnte in die Reha verlegt werden. Seine Dankbarkeit zu spüren und zu wissen, dass ich zu seiner Verbesserung beigetragen hatte, motivierte mich enorm.

Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Lehre?

Während meiner Ausbildung habe ich gemerkt, wie sehr mir der Pflegeberuf gefällt. Ich möchte mich unbedingt weiterentwickeln, noch mehr lernen und mehr Verantwortung übernehmen. Deshalb werde ich ab September das HF-Studium Pflege am USZ absolvieren. Durch meine abgeschlossene Lehre verkürzt sich das Studium auf zwei Jahre. Ich freue mich darauf, mein Wissen zu vertiefen, die medizinischen Hintergründe noch besser zu verstehen und neue Kompetenzen zu erlernen.

Laura Hänzi

Stud. Pflegefachfrau HF