Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat die unabhängige Administrativuntersuchung in der Klinik für Urologie abgeschlossen. Die Untersuchung hat erhebliche Mängel bei der Einhaltung organisatorischer und dokumentarischer Vorgaben festgestellt. Das USZ hat daraus Konsequenzen gezogen und die entsprechenden Prozesse angepasst. Der bisherige Klinikdirektor hat sich entschlossen, das USZ zu verlassen.
Die von der Spitaldirektion in Auftrag gegebene unabhängige Untersuchung kommt zum Schluss, dass in der Klinik für Urologie über mehrere Jahre organisatorische und dokumentarische Vorgaben nicht konsequent eingehalten wurden. Dies betrifft insbesondere die Vorgaben der Leistungsaufträge zum Einsatz von Operateurinnen und Operateuren sowie die Festlegung und Dokumentation der Verantwortlichkeiten bei Operationen. Die Untersuchung bewertet diese Verstösse als erheblich und weitreichend.
Gleichzeitig ergab die Untersuchung keine Hinweise darauf, dass die medizinische Qualität der Behandlungen oder die Sicherheit der Patientinnen und Patienten beeinträchtigt waren.
Das USZ nimmt die Untersuchungsergebnisse sehr ernst. Es hat organisatorische Konsequenzen gezogen und die betroffenen Kontroll-, Führungs- und Dokumentationsprozesse überprüft und angepasst. Die Erkenntnisse aus der Untersuchung werden auch über die Klinik für Urologie hinaus genutzt, um Prozesse und Verantwortlichkeiten im gesamten USZ weiterzuentwickeln. Um vollständige Transparenz zu schaffen, legt das USZ den gesamten Untersuchungsbericht offen. Der Bericht wurde auch der Staatsanwaltschaft übergeben.
Bis zur definitiven Neubesetzung der Klinikleitung wird die Klinik für Urologie weiterhin von ihrem bisherigen interimistischen Leiter, PD Dr. med. Daniel Max Schmid, geführt.