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Pollenmessgerät macht letzten Halt in Zürich

Auf dem Dach des USZ wurde ein Pollenmessgerät installiert, das Echtzeitdaten zur Pollenbelastung in der Luft liefert. Bis Ende September können Zürcherinnen und Zürcher auf der «Ally Science» App mitverfolgen, welche Pollen in ihrer Region aktiv sind. Das mobile Messgerät hat diese Pollensaison in zahlreichen Schweizer Städten Halt gemacht - Zürich ist die letzte Station.

​Die «Ally Science» App wurde im April 2018 vom USZ und der Berner Fachhochschule als Kernstück der schweizweit grössten Pollenstudie lanciert. Von der Pollenallergie Betroffene können ihre Symptome auf der App erfassen und so erfahren, in welchen Regionen andere Pollenallergiker Probleme haben. Seit dem Frühjahr 2019 liefert die App den Betroffenen Echtzeitdaten zur aktuellen lokalen Pollenkonzentration in der Luft. Bisher wurden insgesamt zwei solche Pollenmessgeräte in den Städten Biel und Luzern installiert.

Mobiles Pollenmessgerät auf Tour durch die Schweiz

Damit die App auch weitere Regionen der Schweiz mit Pollenechtzeitdaten versorgen kann, tourte während der diesjährigen Pollensaison ein zusätzliches mobiles Messgerät durch die Schweiz. So konnte die Bevölkerung der Städte Bern, Lausanne, Sion und Davos diesen Sommer jeweils für kurze Zeit über die «Ally Science» App die Pollenkonzentration in ihrer Region live mitverfolgen. Zürich ist der letzte Halt dieser Tour de Suisse im 2019. Bis Ende September steht das Messgerät auf dem Dach des USZ, erfasst die Pollenkonzentration in der Umgebung und zeigt diese live in der «Ally Science» App an.

Auf dem Dach des USZ werden bis Ende September Pollen gemessen.

Für 2020 ist geplant, für weitere Regionen Pollenechtzeitdaten anzubieten. Nebst den Städten Biel und Luzern soll in möglichst vielen Schweizer Städten ein permanentes Pollenmessgerät installiert werden. Nebst der Verfügbarkeit von Pollenechtzeitdaten gibt es noch einen weiteren wichtigen Grund, die «Ally Science» App ab sofort zu benutzen: Je mehr Allergiker ihre Symptome in der App erfassen, desto mehr Erkenntnisse können in die Entwicklung eines individuellen Pollenfrühwarnung-Systems einfliessen. Prof. Dr. med. Schmid-Grendelmeier, der die grösste Schweizer Studie zu Pollenallergie leitet, hat bereits erste Ergebnisse: «Wir sehen, dass Symptome von Augen und Nase kurz nach der Exposition mit den Pollen auftreten, also am selben oder am nächsten Tag. Symptome der Lunge hingegen können mehrere Wochen andauern». Diese Erkenntnis ist für den Leiter der Allergiestation am USZ neu: «Das müssen wir zukünftig bei der Behandlung von Pollenallergikern mitberücksichtigen».