Schwangerschaftsvergiftung

Präeklampsie

Eine Präeklampsie ist eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation für die Mutter und gegebenenfalls auch für das ungeborene Kind und betrifft ca. ein bis fünf Prozent aller Schwangerschaften.

Die Ursache liegt in einer im Detail immer noch nicht ganz verstandenen Störung der Plazenta, die bereits am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels beginnt. Die Symptome treten in der Regel erst nach 20–24 Schwangerschaftswochen auf, oft auch erst Richtung Ende der Schwangerschaft. Subjektiv kann sich das Krankheitsbild in Kopfschmerzen, Sehstörungen, allgemeinem Unwohlsein oder Erbrechen, extrem schneller Wassereinlagerung und Oberbauchschmerzen äussern.

Präeklampsie: Symptome sind variabel

Die Symptome sind sehr variabel und können im Einzelfall auch fehlen. Medizinisch ist das Krankheitsbild gekennzeichnet durch einen erhöhten Blutdruck und das Auftreten von Eiweissverlust durch den Urin oder ein zu kleines Kind oder andere Organmanifestationen, die in ausgeprägten Fällen zu Gerinnungsstörungen, Hirn- und Leberblutungen, Nierenversagen oder gar zum Multiorganversagen oderepilepsieähnlichen Krämpfen (Eklampsie) führen.

Präeklampsie: Risikofaktoren, Vorbeugung

Frauen, die schon einmal eine Präeklampsie hatten, solche, die über 35-jährig sind, Diabetikerinnen, Frauen mit einem schon früher bekannten hohen Blutdruck oder deutlichem Übergewicht, Frauen mit Mehrlingen sowie Frauen mit ungenügender Nierenfunktion oder einer Immunerkrankung haben ein deutlich höheres Risiko. Allen Schwangeren empfehlen wir eine Untersuchung im 1. Schwangerschaftsdrittel zur Risikospezifizierung einer Präeklampsie, um bei erhöhtem Risiko eine Präeklampsieprophylaxe mit Aspirin 100-150mg zu beginnen

Da eine Präeklampsie bei jeder Schwangeren auftreten kann, auch wenn das Risiko geringer scheint, messen wir bei jeder Schwangerschaftskontrolle den Blutdruck und kontrollieren den Urin. Sie sollten zusätzlich auf die oben erwähnten Symptome achten und sich gegebenenfalls unverzüglich mit uns in Verbindung setzen.

Behandlung bei einer Schwangerschaftsvergiftung

Die einzige kausale Therapie ist die unverzügliche Entbindung mit Entfernung der Plazenta.