Unsere Forschungsarbeit konzentriert sich auf fünf zentrale Bereiche: minimalinvasive Chirurgie, Aortenchirurgie, strukturelle Herzchirurgie, Herztransplantation und Herzinsuffizienz sowie Grundlagenforschung. Diese Themen werden sowohl aus klinischer als auch aus experimenteller Perspektive erforscht. Dabei nutzen wir auch klinische Daten, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Behandlungsmethoden weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der translationalen Forschung. Das Ziel besteht darin, wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in klinische Anwendungen zu überführen, damit sie den Patientinnen und Patienten zugutekommen.
In der minimalinvasiven Herzchirurgie kommen modernste Technologien zum Einsatz, um Eingriffe am Herzen mit kleinsten Schnitten durchzuführen. Anders als bei der klassischen offenen Operation bleibt das Brustbein weitgehend intakt, während die Chirurg:innen mithilfe spezialisierter Instrumente und Kameras operieren. Diese Methode bietet zahlreiche Vorteile: weniger Schmerzen, ein reduziertes Infektionsrisiko und eine schnellere Erholung. Unser Forschungsteam arbeitet kontinuierlich daran, diese Techniken weiterzuentwickeln und noch sicherer und schonender zu gestalten.
Erkrankungen der Aorta, wie Aneurysmen oder Dissektionen, können lebensbedrohliche Folgen haben und erfordern oft rasche chirurgische Interventionen. Unsere Forschung fokussiert sich auf die Mitentwicklung innovativer Operationsverfahren und hochmoderner Implantate, um Eingriffe sicherer und schonender zu machen. Ziel ist es, das Komplikationsrisiko zu minimieren und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.
Zu den strukturellen Herzerkrankungen zählen solche, die die Herzklappen, die Herzwände und andere anatomische Strukturen des Herzens betreffen. Defekte wie Klappenverengungen, Undichtigkeiten oder angeborene Herzfehler können die Herzfunktion erheblich beeinträchtigen und machen oft einen chirurgischen Eingriff erforderlich. In unserer Forschung widmen wir uns der Weiterentwicklung minimalinvasiver Verfahren, wie der kathetergestützten Klappenimplantation, sowie innovativen Rekonstruktionstechniken.
Herzinsuffizienz ist eine der schwerwiegendsten Herzerkrankungen, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. In fortgeschrittenen Stadien bleibt oft nur eine Herztransplantation oder der Einsatz mechanischer Unterstützungssysteme wie Kunstherzen oder Herzpumpen als lebensrettende Option. Unsere Forschung zielt darauf ab, die Langzeitergebnisse nach einer Herztransplantation zu verbessern und alternative Behandlungsstrategien für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten zu entwickeln. Dazu gehören die Erforschung von Immunreaktionen zur Vermeidung von Abstossungen, der Einsatz regenerativer Therapieansätze zur Erhaltung der Herzfunktion sowie die Weiterentwicklung mechanischer Assistenzsysteme, um betroffenen Patientinnen und Patienten eine verbesserte Lebensqualität und langfristige Perspektive zu bieten.
Während herzchirurgischer Eingriffe kann die vorübergehende Unterbrechung der Blutzufuhr zu Zellschäden im Herzmuskel führen. Unser Team erforscht auf zellulärer Ebene, wie Herzmuskelzellen auf diese Belastung reagieren und welche Schutzmechanismen greifen. Dabei stehen zelluläre Signalwege, entzündliche Prozesse und regenerative Ansätze im Fokus, um neue therapeutische Strategien zu entwickeln und langfristig bessere Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen. Basierend auf Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung und dem klinischen Alltag entwickeln wir translationale Ansätze, um neue Verfahren in die klinische Praxis zu übertragen. Durch Projekte in enger Kooperation mit Partnern wie der ETH Zürich und der Universität Zürich, schlagen wir die Brücke von der Grundlagenforschung hin zur Anwendung im Operationssaal – mit dem Ziel, Patientinnen ud Patienten künftig noch wirksamer behandeln zu können.