Sechs Lernende Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit durften drei Wochen Spitalluft schnuppern in Hamburg. Im Gegenzug waren sechs Pflege-Studierende aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am USZ im Einsatz. Die Hamburgerin Julia Kelling (im Bild: Dritte von rechts) erzählt uns von ihrer Zeit in Zürich.
Wie wurdest du am USZ empfangen?
Sehr herzlich! Mit einer persönlichen Begrüssung, einer Willkommens-Karte und Schokolade. Auch der Einführungstag war sehr hilfreich. Ich bekam viele Informationen, konnte das Gebäude und meine Station kennenlernen, wurde zum Mittagessen eingeladen. Das war ein sehr sanfter Einstieg.
Was fiel dir als erstes auf an deiner Schweizer Arbeitsumgebung?
Der freundliche Umgangston. Die Schweizer sind sehr höflich. Dadurch entsteht ein sehr angenehmes Arbeitsklima. Wie anders Schweizerdeutsch ist, hatte ich allerdings unterschätzt. Ich musste mich sehr anstrengen, um es zu verstehen, und oft nachfragen. Viele haben aber von sich aus angeboten, Hochdeutsch zu sprechen.
Was hast du fachlich gelernt?
Ich war auf der Pneumologie und der Thoraxchirurgie im Einsatz. Das war extrem spannend! Ich habe viel gelernt über Lungenkrankheiten und die verschiedenen Krankheitsbilder. Damit hatte ich bisher wenig Kontakt.
Was hat dir besonders gefallen am USZ?
Die Lern- und Arbeitsgemeinschaft (LAG). Darin arbeiten mehrere Auszubildende mit Berufsbildnern zusammen und betreuen gemeinsam Patient:innen. So ein Konzept gibt es am UKE nicht. Auch das Ampelsystem hat mich beeindruckt. Dadurch wissen alle, wie stark jeder im Team ausgelastet ist, und unterstützen einander. Auch die Pausen sind klar geregelt und der Belegungsschlüssel besser als in Deutschland.
Was wünscht du dir für deine Zukunft?
Ich möchte nicht stehenbleiben, mich immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Der Austausch am USZ war ein Schritt aus meiner Comfort Zone. So möchte ich weitergehen.
Sehen wir dich also bald in Zürich wieder?
Wer weiss. Ich habe mein ganzes bisheriges Leben in Hamburg verbracht und hätte Lust, eine andere Stadt oder ein anderes Land kennenzulernen. Zürich hat mir sehr gut gefallen. Im Vergleich mit Hamburg ist es eine kleine Stadt, umgeben von schöner Natur. Den See, den Uetliberg und einige Museen konnte ich bereits entdecken.