Staphylokokken sind Bakterien, die mit einer Vielzahl verschiedener Arten mit dem Menschen interagieren können. Einerseits können sie ohne Symptome zu erzeugen den Menschen besiedeln (Kolonisation) andererseits aber auch lebensgefährlichen Blutvergiftungen verursachen. Trotz Zugang zur optimalen Diagnostik und Therapie stellen solche Infektionen weiterhin zum Teil gefährliche bis lebensbedrohliche Erkrankungen dar. Mitunter weil das Bakterium eine Vielzahl von molekularen und genetischen Mechanismen und Eigenschaften besitzt, sich dem Immunsystem sowie Therapien zu entziehen. Es kann dadurch trotz korrekter Therapie im Körper verbleiben und erneut Infektionen auslösen (Persistenz). Wir möchten herausfinden, welche Mechanismen, Eigenschaften (z.B. Unempfindlichkeit auf Antibiotikatherapie) und Umstände (z.B. Alter, Begleiterkrankungen, Medikationen) hierfür verantwortlich sind oder diese begünstigen. Wir werden diese Mechanismen im Detail Untersuchen und kolonisierende mit invasiven (krankmachenden) Bakterien vergleichen. Hieraus entsteht Wissen, welches für die Entwicklung von neuen Behandlungsansätzen hilfreich sein kann.
Ziel der Studie
In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir die Mechanismen und Gründe, welche eine anhaltende oder erneut auftretende Infektion mit Staphylokokken ermöglicht und/oder begünstigt. Wir fragen Sie an, da alle Personen teilnehmen können, bei denen die behandelnden Ärzte einen hohen Verdacht auf eine Infektion mit Staphylokokken haben, oder diese Infektion im Mikrobiologielabor bestätigt wurde.
Wer kann teilnehmen?
Patienten mit einer Staphylokokken-Infektion.
Ablauf
Einschlussvisite: Für den Einschluss in die Studie wird während Ihres Spitalaufenthalts eine erste Visite durchgeführt. Diese dient der Vergewisserung, dass Sie alle Voraussetzungen für eine Studienteilnahme erfüllen. Damit Sie an der Studie teilnehmen können, müssen Sie die Patienteninformation lesen und die Einverständniserklärung unterschreiben. Zudem werden Abstriche gesammelt. Untersuchungen: Nase-Rachen-Leiste-Abstriche.
Studienvisiten (1 x pro Woche während des stationären Aufenthalts im Spital): Während des Spitalaufenthalts finden regelmässige Studienvisiten statt (ca. 1x/ Woche). Dabei werden Abstriche gesammelt. Untersuchungen: Nase-Rachen-Leiste-Abstriche.
Verlaufsvisite (einmalig ca. 1.5 Monate nach Austritt aus dem Spital, nur wenn ein regulärer Termin am Universitätsspital Zürich geplant ist): Falls Sie nach ca. 1.5 Monaten einen regulären Termin am Universitätsspital Zürich haben wird im Rahmen dessen eine Verlaufsvisite stattfinden. Hierbei werden Abstriche gesammelt. Sollten Sie keinen regulären Termin am Universitätsspital haben, so fällt diese Visite weg. Untersuchungen: Nase-Rachen-Leiste-Abstriche.
Über den gesamten Beobachtungszeitraum der Studie (Einschlussvisite bis Verlaufsvisite) werden medizinische Daten (z.B. Blutwerte, Medikamenteneinnahme, Alter), welche im Rahmen der Routinebehandlung (reguläre Untersuchungen durch das Behandlungsteam) durchgeführt werden, erfasst. Dies erfolgt über Ihre elektronische Patientenakte und stellt keinen Mehraufwand für Sie dar.
Sollte im Rahmen der Routinebehandlung eine Intervention (z.B. Operation, Blutkulturabnahme) notwendig sein, wird übriggebliebenes Material (z.B. Hautgewebe, Eiter, gewonnene Bakterien), welches ansonsten weggeworfen wird, für Forschungszwecke behalten und weiter untersucht.
Es werden, abgesehen von den oben erwähnten Abstrichen, keine zusätzlichen Untersuchungen für Forschungszwecke durchgeführt.
Entschädigung
keine
Original Studienname
Bacterial and immunological characteristics of staphylococcal infections: the clinical scope of evasion mechanisms (BacSta)
BASEC-Nummer
2024-01969