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Schweizerischen HIV Kohortenstudie

Eine HIV-Infektion kann heute mit modernen Therapien (die sogenannten antiretroviralen Therapien) erfolgreich behandelt werden, obwohl es noch keine Heilung gibt. Die antiretrovirale Therapie unterdrückt die Vermehrung der Viren im Körper. Die Erfolgsgeschichte der HIV- Therapie bringt neue Herausforderungen mit sich. Die gestiegene Lebenserwartung erfordert eine Abstimmung der Medikation auf mögliche andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Bluthochdruck oder Diabetes. Die antiretrovirale Therapie kann Nebenwirkungen haben, deshalb ist die Reduktion der Nebenwirkungen und die Entwicklung einfacherer Therapieregimes ein wichtiger Forschungsschwerpunt der Studie.
Trotz dem Fortschritt der HIV-Therapie kann eine HIV-Infektion zu Folgeerkrankungen führen, deren Entstehung und Folgen genau untersucht werden müssen.
Intensiv geforscht wird auch auf dem Gebiet von gleichzeitig vorliegenden Infektionen wie zum Beispiel virale Hepatitis und sexuell übertragbaren Krankheiten.
Wichtige Ziele der HIV-Forschung sind eine Impfung und eine Heilung der HIV-Infektion. Dafür sind weiterhin grosse Anstrengungen zum besseren Verständnis der HIV-Biologie notwendig.
Erbfaktoren (genetische Untersuchung) können bei Krankheitsverläufen eine wichtige Rolle spielen. Menschen reagieren unterschiedlich auf eine Krankheit oder auf Medikamente. Vererbte Eigenschaften (Erbfaktoren) erklären viele dieser Unterschiede. Wir möchten deshalb Erbfaktoren näher untersuchen, in der Hoffnung Ursachen zu finden, die das Fortschreiten der HIV-Infektion beeinflussen; das unterschiedliche Ansprechen auf Medikamente und die Unterschiede bezüglich Nebenwirkungen erklären.
Die Schweizerische HIV Kohortenstudie ist ein nationales, multizentrisches Forschungsprojekt, welches seit 1988 durchgeführt wird. Das Forschungsprojekt läuft auf unbestimmte Zeit weiter.

Ziel der Studie


In diesem Forschungsprojekt wollen wir neue Erkenntnisse über den Krankheitsverlauf der HIV- Infektion und damit zusammenhängende Krankheiten gewinnen und die HIV-Epidemie besser verstehen.

Wer kann teilnehmen?


Patienten mit einer HIV-Infektion

Ablauf


Wenn Sie sich für eine Teilnahme an der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie entscheiden, werden Ihrer Krankengeschichte folgende Angaben entnommen:

- Informationen über Erkrankungen, welche als Folge der HIV-Infektion auftreten oder durch die HIV-Infektion beeinflusst werden.
- Informationen über Erkrankungen, die den Verlauf der HIV-Infektion möglicherweise beeinflussen.
- Resultate der klinischen Untersuchung (z.B. Gewicht, Blutdruck).
- Resultate der Laboruntersuchungen (z.B. CD4-Werte [CD4-Immunzellen, auch bekannt als T-Helferzellen, werden gemessen, um zu beurteilen, ob das Immunsystem geschwächt ist], Viruslast [die Viruslast gibt die Anzahl Viren pro Milliliter Blut an]).
- Resultate von bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgenbilder) oder Gewebeuntersuchungen (z.B. Biopsien).
- Art der Behandlung und mögliche Nebenwirkungen.

Ergänzt wird die Datenerhebung durch eine kurze Befragung betreffend Ihres HIV-Risikoverhaltens und Ihrer Lebensumstände. Die Befragung findet alle 6 Monate im Rahmen einer üblichen Konsultation zur Standortbestimmung statt und bedingt keine zusätzlichen Arztbesuche. Die erfassten Befunde stammen aus klinischen Routineuntersuchungen. Bei Routineblutentnahmen werden zusätzliche Blutproben (10-40 ml) entnommen. Dieses Blut und eventuell abgenommenes weiteres biologisches Material (z.B. Urin, Stuhl, Speichel) werden verschlüsselt für Untersuchungen aufbewahrt. Dieses Material kann zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen von Forschungsprojekten untersucht werden, die darauf abzielen HIV-Infektionen oder durch HIV beeinflusste Krankheiten besser zu verstehen. Zudem wird Erbsubstanz isoliert und für Forschungsprojekte der Schweizerischen HIV Kohortenstudie bereitgestellt.

Entschädigung


keine

Original Studienname


Swiss HIV Cohort Study (SHCS)

BASEC-Nummer


2023-02080

Sponsoren


Das Forschungsprojekt wird mehrheitlich vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert.

Sind Sie interessiert?

Irene Abela

Tel. 044 255 33 22

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