Lay summary
Die EORTC 1420 „Best of“-Studie war eine internationale Studie, in der zwei Standardbehandlungen für Krebserkrankungen im Frühstadium im Rachenraum verglichen wurden – die transorale Chirurgie (TOS) und die moderne Strahlentherapie (IMRT). Beide Behandlungen sind bei der Heilung von Krebs wirksam, können jedoch unterschiedliche Auswirkungen auf das Schlucken und die Lebensqualität haben. Ziel der Studie war es, herauszufinden, welcher Ansatz das beste Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung des Krebses und der Erhaltung der normalen Schluckfunktion bietet, basierend auf den Empfindungen der Patienten und ihren Berichten über ihre Genesung ein Jahr nach der Behandlung.
Das Universitätsspital Zürich (USZ) nahm als eines von mehreren Fachzentren in ganz Europa an der Studie teil. Als Teilnehmer behandelte das USZ die Patienten nach strengen internationalen Standards und lieferte Daten sowohl zu den medizinischen als auch zu den funktionellen Ergebnissen. Die Studie erforderte sorgfältige Qualitätskontrollen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgen, Strahlentherapeuten und Logopäden, um eine hochwertige und einheitliche Versorgung zu gewährleisten.
Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse Ärzten dabei helfen, die Behandlung zu wählen, die sowohl die Überlebensrate als auch die Lebensqualität am besten gewährleistet, und damit die Mission des USZ unterstützen, eine evidenzbasierte, patientenorientierte Krebsbehandlung anzubieten.
Original-Studienbeschreibung
Das oropharyngeale Plattenepithelkarzinom (OPSCC) entsteht im weichen Gaumen, in den Mandeln, am Zungengrund, in der Rachenwand und in den Vallecula. Die meisten Patienten mit OPSCC im Frühstadium werden in der Regel geheilt. Die Behandlung von OPSCC im Frühstadium kann je nach Indikation mit einer primären Operation einschließlich Halsdissektion oder mit einer definitiven Strahlentherapie erfolgreich durchgeführt werden.
Ziel der Studie
Die Studie untersucht, inwiefern ein chirurgischer Eingriff oder eine Strahlentherapie das Wiedererlangen einer normalen Schluckfunktion nach der Behandlung eines bösartigen Tumors im Bereich des Rachenraums im Frühstadium beeinflusst. Beide Behandlungsformen werden heutzutage bereits erfolgreich eingesetzt, doch gab es bislang keine Klärung, welche Therapie die bessere ist.
Wer kann teilnehmen?
Patientinnen und Patienten mit oropharyngealen Plattenepithelkarzinom (OPSCC)
Ablauf
Wenn Sie der Teilnahme zustimmen, wird Ihr Arzt eine Reihe von Untersuchungen und Tests durchführen, um herauszufinden, ob die Studie für Sie infrage kommt. Die Teilnehmer werden in 2 Gruppen unterteilt. Jede Gruppe wird entweder einem chirurgischen Eingriff unterzogen oder erhält eine Strahlentherapie. Während der Studiendauer werden Sie regelmässig gebeten, Fragebögen über Ihre Schluckfunktion, Ihre finanzielle Situation und Ihre allgemeine Lebensqualität auszufüllen. Während der klinischen Nachbeobachtung und den bildgebenden Verfahren wird Ihre Gesundheit ausserdem gemäss der Standardpraxis überwacht.
Entschädigung
Keine
Original Studienname
Phase-III-Studie zur Bewertung der „besten“ Strahlentherapie im Vergleich zur „besten“ Chirurgie (transorale Chirurgie (TOS)) bei Patienten mit T1-T2, N0-N1 Oropharynxkarzinom, supraglottischem Karzinom und mit T1, N0 Hypopharynxkarzinom
BASEC-Nummer
2017-01600
Finanzielle Unterstützung durch
European Organisation forResearch and Treatment of Cancer (EORTC)