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VASGRA Kohorte – Epidemiologie von Gefässprotheseninfektionen, beste Behandlungsmöglichkeiten, beste diagnostische Verfahren und Einfluss der Unterdruckwundbehandlung

Die Komplikationsrate einer Gefässprotheseninfektion ist hoch: Gefässprotheseninfektionen im Bereich der Leiste oder im Bereich Beine treten in etwa 4% der Fälle auf und können mit dem Verlust eines Beines einhergehen; Infektionen der Hauptschlagader sind seltener (1-3%), können aber leider auch lebensgefährlich sein. Bis anhin gibt es keine klaren internationalen Richtlinien, wie Infektionen von Gefässprothesen gehandhabt werden sollen.
Am Universitätsspital Zürich werden seit 2013 Patienten mit einer infizierten Gefässprothese interdisziplinär in enger Zusammenarbeit zwischen Infektiologie, Gefässmedizin, Radiologe und Mikrobiologie behandelt. Wir hoffen auf längere Frist, aufgrund dieser Daten neue Richtlinien zur Behandlung und Abklärung solch komplizierter Infektionen aufstellen zu können.

Ziel der Studie


Wir haben die folgenden Ziele:
- Untersuchung von Risikofaktoren, besten Behandlungsoptionen und Beobachten der Langzeitergebnisse nach Gefässprotheseninfektionen.
- Studium der Wirkung der Antibiotikatherapie.
- Untersuchung der Genauigkeit von verschiedenen schnittbildtechnischen Verfahren (Positronenemissionstomographie, Gefäss-Computertomographie) bei der Diagnose von
Gefässprotheseninfektionen.
- Untersuchung der Exaktheit eines Schnittbildtechnischen Verfahrens (Positronenemissionstomographie) kombiniert mit einer Gefäss-Computertomographie als Marker des Behandlungserfolges bei Gefässprotheseninfektionen.
- Untersuchung der Bakterien bei Verdacht auf Gefässprotheseninfektionen.

Wer kann teilnehmen?


Sie werden für die Studie angefragt, weil Sie früher eine Gefässprothese erhalten haben und aktuell der Verdacht auf eine Gefässprotheseninfektion besteht. Es könnte auch sein, dass eine Ihrer eigenen Arterien mit einem Bakterium infiziert ist und Sie eine Gefässprothese erhalten zur Verhinderung einer Ruptur des Gefässes. Da der Fremdkörper in ein infiziertes Gebiet eingebracht werden wird, reden wir von einem sekundären Infekt.

Ablauf


Diese Kohortenstudie wird an der Klinik für Gefässchirurgie und an der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am Universitätsspitals Zürich (USZ) durchgeführt. Vor Studienbeginn muss die Patienteninformation gelesen und die Einverständniserklärung unterschrieben werden. Im Falle einer Gefässprotheseninfektion werden klinische (ärztlicher Untersuch) und operative Befunde, bildgebende Befunde (verschiedene Schnittbildtechniken wie PET; Gefäss-Computertomographie) und Labor-Befunde (Entzündungsfaktoren und Blutbild) als Ausgangslage erfasst. Falls indiziert erfolgt eine chirurgische Reinigung der Wunde und eine Behandlung der infizierten Gefässwunden gegebenenfalls mit Ausbau der Prothese). Bei der Routineblutentnahme werden zusätzliche Blutproben, und im Falle einer operativen Sanierung des Gefässinfektes, Gewebeproben aufbewahrt.
Um zu schauen, ob der Keim, welcher bei Ihnen vermutlich den Graftinfekt ausgelöst hat schon vorher Teil ihrer körpereigenen Flora war, führen wir unter Umständen Abstriche in der Nase, im Rachen, an der Haut oder einen Rektalabstrich durch.

Patienten, welche eine Gefässprotheseninfektion entwickeln, werden zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, bei der Operation und am Entlassungstag untersucht, dann richten sich die weiteren Kontrollen nach dem klinischen Verlauf und erfolgen, wenn gewünscht, in enger Zusammenarbeit mit einer wohnortsnahen Klinik. Nach 5 bzw 10 Jahren wird nochmals ein
telefonisches Follow-up durchgeführt.

Ausserdem werden wir den Patienten bei Woche 6 nach Entlassung, nach 3 – 6 Monaten und nach Stopp der antibiotischen Therapie bitten, einen Fragebogen (SF36) zur Lebensqualität auszufüllen.

Entschädigung


keine

Original Studienname


Vascular graft infections - epidemiology, treatment options, imaging modalities and impact of negative pressure wound therapy. VASGRA-Cohort.

BASEC-Nummer


2012-0583 (KEK-ZH), 2016-01320 (BASEC)

Sponsoren

Sind Sie interessiert?

Barbara Hasse

Tel. 044 255 92 37