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«Vorwärts in die Zukunft» – Die Michael J. Fox Stiftung fördert die Parkinson-Forschung am USZ

Die Universität Zürich erhält als eine von acht Institutionen weltweit Mittel für die Weiterbildung einer Spezialistin oder eines Spezialisten für Parkinson in der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich von der Michael J. Fox Foundation.

Parkinson gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Mindestens sechs Millionen Menschen leben weltweit mit einer Parkinson-Erkrankung. In der Schweiz sind mehr als 15’000 Menschen betroffen, jährlich kommen etwa 1’000 bis 1’500 Personen mit der Diagnose Morbus Parkinson dazu. Die meisten von ihnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose zwischen 50 und 60 Jahre alt, zwischen fünf und zehn Prozent aller Erkrankten sind jünger als 40 Jahre.

Mangelnde Versorgung durch fehlende Expertinnen und Experten

Morbus Parkinson ist nicht heilbar. Medikamente und weitergehende Behandlungen können die mit der Krankheit verbundenen Beschwerden jedoch lindern und damit die Lebensqualität betroffener Personen massiv verbessern. Für Patientinnen und Patienten mit Parkinson ist deshalb entscheidend, von Spezialistinnen und Spezialisten für ihre Krankheit behandelt zu werden. Die weltweit rasch steigende Zahl von Parkinson-Patienten steht jedoch einer begrenzten Zahl an Spezialistinnen und Spezialisten gegenüber. Dies führt zu langen Wartezeiten oder Wegen, um überhaupt an eine Spezialistin oder einen Spezialisten zu gelangen.

Bessere Versorgung der Betroffenen durch die Ausbildung von Spezialisten

Die weltweit tätige Stiftung Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF) hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung zu Parkinson und die Versorgung Parkinson-betroffener Menschen zu fördern. Der Namensgeber und Gründer der weltweit grössten nonprofit Organisation im Bereich Parkinson, der Schauspieler Michael J. Fox, ist selbst betroffen und setzt sich als Botschafter seit Jahren aktiv für die Stiftung ein. Die MJFF finanziert Forschungsprojekte und die Fortbildung von Neurologinnen und Neurologen zu Spezialisten in klinischer Forschung, Diagnostik und Behandlung von Parkinson.

Letzteres wird insbesondere möglich gemacht durch das Engagement der Edmond J. Safra Stiftung, die mit der Verleihung der Edmond J. Safra Fellowship in Bewegungsstörungen weltweit dazu beiträgt, die Zahl der klinischen Forscherinnen und Forscher zu erhöhen.

Die Gewinner erhalten Mittel, um über zwei Jahre hinweg die Fortbildung zum Parkinson-Experten oder -Expertin zu finanzieren. Die Auswahl der Institutionen, die ein Fellowship erhalten, erfolgt über eine durch die MJFF berufene, unabhängige Kommission aus Parkinson-Spezialisten in einem hochkompetitiven Wettbewerb.

Das Parkinson-Team am USZ gewinnt eines von acht Fellowships

Eines von weltweit acht Edmond J. Safra Fellowships in Movement Disorders für die Förderzeit  2026-2028 erhält die Klinik für Neurologie am USZ. Die Auswahl des Fellows liegt bei der Klinik. Bettina Balint, Oberärztin in der Klinik für Neurologie und Spezialistin für Parkinson und Bewegungsstörungen freut sich mit ihrem Team über die Förderung: «Das Fellowship ermöglicht uns, eine Spezialistin oder einen Spezialistin zu fördern, gleichzeitig ist es eine grosse Anerkennung und Auszeichnung für unser interdisziplinäres Team aus Parkinsonspezialistinnen und -spezialisten. Das USZ bietet damit Parkinson-betroffenen Menschen von der Diagnostik über alle Behandlungsmöglichkeiten bis zur Begleitung durch spezialisierte Parkinson-Nurses ein umfassendes Angebot an. Das Fellowship trägt bedeutend zur Ausbildung der nächsten Generation von Parkinson-Experten und –Forschern bei.» Ausgeschrieben wird die Stelle voraussichtlich im September.

Kontakt

Bettina Balint, Prof. Dr. med.

Oberärztin, Klinik für Neurologie

Tel. +41 44 255 55 11
Spezialgebiete: Parkinson, Bewegungsstörungen, Seltene genetische Erkrankungen

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