7 Mio. Franken für die Fortsetzung der HIV-Kohortenstudie bis 2020

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie ist ein Langzeitprojekt mit über 20'000 Teilnehmenden. Die Studie ist massgeblich daran beteiligt, dass HIV-infizierte Menschen in der Schweiz eine der weltweit besten Behandlungen bekommen. Grösstes Zentrum der Studie ist die Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des UniversitätsSpitals Zürich. Der Schweizerische Nationalfonds hat nun 7 Mio. Franken für die Fortsetzung der Studie bis 2020 gesprochen.

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie (SHCS) wurde 1988 gegründet. An der nationalen Studie nehmen alle Schweizer Universitätskliniken, grössere Kantonsspitäler, kleinere Regionalspitäler und auch viele Privatärzte teil. Dieses Jahr wurde die zwanzigtausendste HIV-infizierte Person in die Studie aufgenommen.

Die SHCS hat massgeblich dazu beigetragen, dass HIV-infizierte Menschen in der Schweiz zu den weltweit am besten behandelten Patientinnen und Patienten gehören und ihre Lebenserwartung fast im Bereich der Normalbevölkerung liegt. Das Leading House der Studie ist die Universität Zürich, die auch das Datenzentrum beherbergt. Die Koordination der beteiligten Kliniken und Praxen leistet die Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des USZ; die Klinik ist zudem grösstes SHCS Zentrum. Knapp 40 Prozent der Patientinnen und Patienten, die an der SHCS teilnehmen, stammen aus Zürich. Prof. Dr. med. Huldrych Günthard, Leitender Arzt in der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene, ist Präsident der SHCS.

Umfangreiche Biobank ermöglicht einzigartige Forschung

Die SHCS betreibt integrierte, multidisziplinäre Forschung, sie geht klinischen, translationalen, grundlagenwissenschaftlichen und für die öffentliche Gesundheit wichtigen Fragestellungen nach. Die SHCS hat über die letzten 29 Jahre eine Biobank mit mehr als 1.3 Mio. Plasma- und Zellproben aufgebaut, die einzigartige Forschungsprojekte ermöglicht. Die SHCS ist zudem aktiver Teil verschiedener internationaler Grossprojekte. In den letzten zwei Jahren wurde die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit intensiviert, um die Kräfte für eine effektivere Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in der Schweiz zu bündeln.

Die SHCS ist eines der erfolgreichsten, integrierten klinischen Forschungsprojekte der Schweiz, mit internationaler Ausstrahlung. Bisher sind mehr als 1000 wissenschaftliche Publikationen aus der SHCS und ihren Kollaborationen hervorgegangen. Die SHCS leistet auch einen grossen Beitrag in der Nachwuchsförderung. Sie hat bis anhin über 50 nationale und viele internationale akademische Karrieren unterstützt.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert das Projekt seit vielen Jahren und hat nun entschieden, die SHCS im Rahmen des kompetitiven SNF Programmes «Longitudinal Studies» für weitere drei Jahre (2018-2020) mit 7 Mio. Franken zu finanzieren.

www.shcs.ch

>> Wo steht die HIV-Forschung heute? Welche Fragen sind noch offen? Interview mit Prof. Dr. Huldrych Günthard, Leitender Arzt in der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene am USZ und Präsident der SHCS. «Nach 29 Jahren Forschung zu HIV sind noch viele Fragen offen»
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Der Schweizerische Nationalfonds hat 7 Mio. Franken für die Fortsetzung der HIV-Kohortenstudie bis 2020 gesprochen.
Der Schweizerische Nationalfonds hat 7 Mio. Franken für die Fortsetzung der HIV-Kohortenstudie bis 2020 gesprochen.

 

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