Transparenz führt zu besserer Gesamtleistung

Das UniversitätsSpital Zürich (USZ) publiziert mit dem Qualitätsbericht 2017 seinen zehnten Bericht. Er zeigt auf, wo Fortschritte erzielt wurden und wo Herausforderungen bestehen.

Qualität und Patientensicherheit sind Leitthemen im Gesundheitswesen. Die Forderung der Öffentlichkeit nach mehr Transparenz nimmt zu. Das USZ hat schon früh begonnen, Qualitätsdaten offen zu legen und publiziert seit 2008 alljährlich einen ausführlichen Bericht dazu. Die kontinuierliche und transparente Berichterstattung zeigt die Fortschritte auf, die in den letzten Jahren erzielt werden konnten. Der Qualitätsbericht umfasst Daten aus internen und externen Messungen und informiert über eingeleitete Programme oder neue Standards in einzelnen Kliniken und medizinischen Zentren. Damit zeigt er auf, wie die Gesamtleistung des Spitals mit gezielten Massnahmen weiter verbessert wird.

Hohe Zufriedenheit von Zuweisenden und Patienten

Die quantitative und qualitative Beurteilung der Leistungen des USZ durch Patientinnen und Patienten sowie zuweisende Ärztinnen und Ärzte sind wichtig für die Gestaltung der Behandlung. Das USZ monitorisiert daher bereits seit 15 Jahren die Zufriedenheit seiner stationären Patienten. Im Jahr 2017 befragte das USZ zudem zuweisende Ärztinnen und Ärzte zur Zusammenarbeit mit dem USZ. Ihre Einschätzung wird alle drei Jahre erhoben. 91 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit den Leistungen des USZ. 31 Prozent beurteilten die Zusammenarbeit besser als noch vor drei Jahren.

Leistungen müssen vergleichbar sein

Nationale Statistiken zur Spitalqualität beruhen auf Routinedaten, die Geschlecht und Alter der Patientinnen und Patienten berücksichtigen. Entscheidend für das Risiko beispielsweise einer anstehenden Operation ist jedoch auch der allgemeine Gesundheitszustand von Patienten, vorbestehende Krankheiten oder bereits erfolgte Operationen. Statistiken aus reinen Routinedaten sind daher nicht geeignet, um Leistungen miteinander zu vergleichen. Das USZ berücksichtigt in seiner Berichterstattung neben den Routinedaten auch risikoadjustierte Daten, also Daten aus Registern oder aus Peer Reviews, die eine differenzierte Aussage über die erbrachte Leistung ermöglichen.

Zur chirurgischen Qualitätsverbesserung wird beispielsweise in der Klinik für Viszeralchirurgie neu das Konzept des Benchmarkings eingesetzt. Einzelne Parameter von Chirurgen oder Spitälern können mit einem festgelegten Benchmark verglichen werden. Das schafft Orientierung und hilft, Prozesse zu überprüfen und wo nötig zu verbessern.

Jede spitalerworbene Infektion ist eine zu viel

Rund 75'000 hospitalisierte Patientinnen und Patienten in der Schweiz erleiden jährlich während eines Spitalaufenthalts eine infektiöse Komplikation. Diese sogenannten nosokomialen Infektionen können zu verlängerten Spitalaufenthalten und damit auch zu hohen Kosten für die Betroffenen und das Spital führen. Studien zeigen, dass sich zwischen 20 und 70 Prozent der nosokomialen Infektionen verhindern liessen. Im April 2017 wies das USZ eine Rate von 6,4 Prozent aus (Durchschnitt aller Universitätsspitäler: 7.6%). Mit spitalweiten Initiativen und Programmen soll die Rate auf 5 Prozent gesenkt werden. Die Massnahmen, die dafür ergriffen wurden, sind ebenfalls im Qualitätsbericht nachzulesen.


Ansprechpartner für Fragen
UniversitätsSpital Zürich
Unternehmenskommunikation
Tel.: 044 255 86 20; E-Mail: medien@usz.ch

 

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