Das UniversitätsSpital Zürich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück

Am UniversitätsSpital Zürich nahm die Zahl der Patienten und der erbrachten Leistungen im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr zu. Auch die Konzentration von komplexen Diagnosen und Therapien stieg weiter an. Der Betriebsertrag erhöhte sich um 2.1% auf 1.1 Milliarden Franken und die Rechnung schloss mit einem Gewinn von 1.2 Millionen Franken ab. Erfreulich sind auch die zahlreichen Projekte und Innovationen, welche das UniversitätsSpital Zürich 2012 umsetzte. Die neue Spitalfinanzierung stellte sich grundsätzlich als praxistauglich heraus, bedarf jedoch der Korrekturen.

Die Zahl der Patienten und der erbrachten Leistungen am Universitätsspital nahm wie schon in den Vorjahren auch 2012 zu. Die stationäre Leistungssteigerung zeigt sich bei den erbrachten Casemix-Punkten, die um 6.9% auf 57‘269 Punkte zunahmen. Die stationären Austritte gingen zwar um 2.8% auf 36‘484 Austritte zurück, dieser Rückgang ist jedoch auf die neuen Falldefinitionen unter SwissDRG zurückzuführen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank leicht auf 6.8 Tage (Vorjahr 7.0). Dies bei einem gleichzeitigen Anstieg des Komplexitätsgrades der Patienten, welcher sich im Casemix-Index (CMI) niederschlug (1.573 gegenüber 1.428 im Vorjahr). Insgesamt haben 510‘782 oder 1.5% mehr ambulante Behandlungen stattgefunden (Vorjahr: 503‘358).

Höherer Betriebsertrag erwirtschaftet

Die Rechnung 2012 schliesst mit einem Gewinn von 1.2 Mio. Franken (Vorjahr Gewinn von 4.8 Mio. Franken). Der Betriebsertrag erhöhte sich um 23.3 Mio. Franken (+2.1%) auf 1120 Mio. Franken (Vorjahr: 1'096 Mio.).

Zahlreiche Projekte umgesetzt

Im Berichtsjahr wurden in Zusammenarbeit mit dem Kanton weitere Schritte in der Planung eines Neubaus unternommen und die notwendige Instandhaltung der bestehenden Gebäudeinfrastruktur vorangetrieben. Im Rahmen des Projekts «Lead 2» wurden die Prozesse und die Aufbauorganisation des Spitals angepasst. Daneben setzten die Mitarbeitenden des UniversitätsSpitals Zürich zahlreiche weitere Vorhaben um – etwa der Ausbau der Klinik für Neonatologie, die Eröffnung des Kompetenzzentrums Palliative Care oder die Eröffnung des Tumorzentrums. Das Transplantationszentrum erneuerte die Strukturen des Organspendernetzwerks Zürich und verzeichnete so erste Erfolge in der Rekrutierung von Spendern. Im Jahr 2012 konnte das UniversitätsSpital Zürich auch die Beziehungen zu wichtigen Partnern stärken. Die Zusammenarbeit mit der Rega und mit Schutz und Rettung Zürich wurde intensiviert und vertraglich neu geregelt. Zusammen mit der Universität Zürich und der ETH gründete das UniversitätsSpital Zürich den Verbund Hochschulmedizin Zürich.

Diverse Innovationen eingeführt

Die vom UniversitätsSpital Zürich lancierten medizinischen Innovationen waren vielfältig. Sie reichten unter anderem von neuartigen implantierbaren Hirnschrittmachern für Epilepsiepatienten über neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Herzinsuffizienz bis hin zur Einführung von einfachen Augentests zur Früherkennung von Schlaganfallrisiken. Weltweite Premiere war eine am Universitätsspital durchgeführte Lebendlebertransplantation mit gleichzeitiger Herzteilresektion.

DRG-System: Korrekturen sind notwendig

Zu den grössten Herausforderungen gehörte im Jahr 2012 die mit viel Einsatz in Angriff genommene Anpassung an das Fallpauschalensystem. Dieses hat sich grundsätzlich als praxistauglich und wettbewerbsfördernd erwiesen, bildet aber die Komplexität der Fälle an Universitätsspitälern noch zu wenig genau ab. Die dadurch entstehende Benachteiligung der Universitätsspitäler muss deshalb dringend korrigiert werden.

Für weitere Auskünfte: Unternehmenskommunikation des UniversitätsSpitals Zürich, Tel. +41 44 255 86 20; medien@usz.ch

Der Jahresbericht 2012 des UniversitätsSpitals Zürich umfasst einen Geschäftsbericht, einen Qualitätsbericht und einen Wissensbericht. zum Jahresbericht

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