UniversitätsSpital Zürich, Universität Zürich und Cardiocentro Ticino besiegeln enge Zusammenarbeit in der Kardiologie und in der Herzchirurgie

Die Erforschung von Herzerkrankungen und ihrer Therapien soll durch eine neue Kooperation einen zusätzlichen Schub bekommen. In zwei Verträgen besiegelten das UniversitätsSpital Zürich, die Universität Zürich und das Cardiocentro Ticino unlängst ihre Absicht nach einer intensiven und langfristigen Zusammenarbeit.

«In der Aus- und Weiterbildung, der Forschung und der Spitzenmedizin sind wir gemeinsam stärker», sagt Prof. Dr. Thomas F. Lüscher, Direktor der Klinik für Kardiologie des UniversitätsSpitals Zürich über den mit dem Cardiocentro Ticino geschlossenen Kooperationsvertrag. Auch Prof. Dr. Dr. Klaus Grätz, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, sieht durch die Zusammenarbeit die universitäre Lehre und Forschung sowie die akademische Partnerschaft mit dem Kanton Tessin gestärkt. Durch den unterzeichneten Vertrag erhält das Cardiocentro Ticino den Status eines assoziierten Instituts der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und ist so als erstes Zentrum im Kanton Tessin eng mit der universitären Medizin Zürich verbunden. «Für uns eröffnen sich damit neue Möglichkeiten zur Finanzierung, mit der wir die Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung weiter ausbauen können», betont Prof. Dr. Tiziano Moccetti, Medizinischer Direktor des Cardiocentro Ticino.

Es wurde vereinbart, dass angehende Fachärzte für Kardiologie des UniversitätsSpitals Zürich ein Austauschjahr am Cardiocentro absolvieren und angehende Fachärzte aus dem Tessin ihre Weiterbildung an der Universität Zürich abschliessen können. Intensiviert werden soll die Zusammenarbeit im Bereich der Spitzenmedizin, sowohl in der Kardiologie wie in der Herzchirurgie. Konkret geht es etwa um die Betreuung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern oder Herzinsuffizienz sowie von Patienten, die eine Herztransplantation benötigen – hier sind gemeinsame Besprechungen über medizinische Massnahmen vorgesehen. Auch der Austausch von Patienten soll möglich sein.

Die bereits bestehende Forschungskooperation soll ausgebaut werden. Vorgesehen sind weitere gemeinsame Studien zur Stammzelltherapie, bei der die Partnerinstitutionen eng zusammenarbeiten. Während das Cardiocentro als schweizweit einziges Zentrum mit einer entsprechenden Zulassung die Stammzellen für kardiovaskuläre Behandlungen zubereitet, übernimmt das Universitätsspital die Datensammlung. Geplant ist neu eine gemeinsame Studie zur Behandlung von Herzinfarkten mit entzündungshemmenden Medikamenten. Auch neue Therapieverfahren bei Herzrhythmusstörungen und bei Herzinsuffizienz wie etwa Dreikammer-Defibrillatoren sollen künftig gemeinsam untersucht werden.

Die Vorteile der Kooperation liegen für die beteiligten Partner auf der Hand: «Wenn wir uns vernetzen, können wir mehr Patienten für Studien rekrutieren», sagt Prof. Lüscher. Das wiederum nutze der Forschung, betont Prof. Moccetti: «Kommen mehr Daten zu neuen medizinischen Verfahren zusammen, hilft das, deren Qualität zu verbessern». Prof. Grätz weist darauf hin, dass diese neue Zusammenarbeit auch aus Sicht der Medizinischen Fakultät und der Universität zukunftsweisend ist und Wegbereiter für weitere akademische Kooperationen mit dem Kanton Tessin in der medizinischen Ausbildung sein kann.


Ansprechpartner für Fragen:

Prof. Dr. med. Thomas F. Lüscher
Direktor der Klinik für Kardiologie
UniversitätsSpital Zürich
Telefon +41 44 255 42 51
thomas.luescher@usz.ch

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Klaus W. Grätz
Dekan der Medizinischen Fakultät
Universität Zürich
Telefon +41 44 634 10 71
klaus.graetz@dekmed.uzh.ch

Prof. Dr. med. Tiziano Moccetti
Fondazione Cardiocentro Ticino, Lugano
Telefon +41 91 805 31 11
tiziano.moccetti@cardiocentro.org

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