Neubau USZ Campus MITTE1|2

Die geplanten Neubauten MITTE1|2 markieren den ersten Schritt in der baulichen Gesamterneuerung des USZ. Die neuen Gebäude sind von zentraler Bedeutung, um den Anforderungen der modernen Medizin auch künftig entsprechen zu können. Die Gebäude werden unter anderem Platz bieten für ein neues Notfallzentrum, für über 300 Betten, 23 Operationssäle sowie ein Interventionszentrum für Schlaganfall- und Herzpatienten.

Neu- und Umbauten am Universitätsspital Zürich – ein Generationenprojekt

Neben dem Bau der Häuser MITTE1|2, die planmässig 2031 den Betrieb aufnehmen werden, sind auf dem Kernareal des Universitätsspitals Zürich in den kommenden Jahrzehnten weitere Neubauten und umfassende Sanierungen geplant. Einzelne bestehende Gebäude sind über 70 Jahre alt und erfüllen die Anforderungen der modernen Spitzenmedizin nicht mehr. Die Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert und stellt heute andere Anforderungen an Räumlichkeiten und Betriebsabläufe. So ist ab 2028 auch die Gesamtsanierung des denkmalgeschützten WEST-Trakts vorgesehen.
Mit dem Bau des Spitals der Zukunft schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass am USZ auch künftige Generationen unter besten Bedingungen arbeiten und Patientinnen und Patienten mit modernster Spitzenmedizin versorgt werden können. Als Vorreiterin für Gesundheit und Lebensqualität richtet das USZ seine Gebäude konsequent an den Bedürfnissen der Menschen aus.

Zum Projekt

In den Neubauten MITTE1|2 wird das USZ einen Grossteil seiner universitären Spitzenmedizin unterbringen. Ebenfalls werden mehrere Normalpflegestationen und Intensivmedizinstationen, die Radiologie, die Notfallstation und ein Teil der Laborforschung Platz finden.

Räumliche Nähe ist enorm wichtig

Bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an – ein Fakt, der bei der Planung der neuen Gebäude berücksichtigt wurde. Das neue Notfallzentrum wird deshalb in unmittelbarer Nähe des Interventionszentrums liegen, so dass die Zeit von der Notfallaufnahme bis zum lebensrettenden Eingriff minimiert werden kann.

Allgemein wurde bei der Planung der Neubauten MITTE1|2 auf neue und moderne Abläufe geachtet. Ein wesentliches Element ist das Plattformkonzept: Dabei werden ähnliche Funktionen und Prozesse räumlich und organisatorisch gebündelt. Dadurch wird eine Standardisierung erreicht, die eine flexible Gestaltung sowie eine effiziente Infrastrukturnutzung zur Erbringung von interdisziplinärer medizinischer Spitzenleistung ermöglicht – alles mit dem Ziel, den Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Genesung zu ermöglichen.

Einzelzimmer für die bestmögliche Patientenversorgung

Insgesamt entstehen Bettenstationen der Normalpflege mit mehr als 200 Betten. Jedes dieser Betten befindet sich in einem Einzelzimmer mit grossen Fenstern und eigener Nasszelle. Ruhe, angenehme Farben und Materialien in der Ausstattung der Zimmer sowie viel Tageslicht sorgen dafür, dass sich Patientinnen und Patienten im Spital der Zukunft wohl fühlen. Die Bettenstationen der Intensivmedizin mit 94 Betten sind ebenfalls mehrheitlich als Einzelzimmer konzipiert.

Neuste Geräte für die Spitzenmedizin von morgen

In die Neubauten MITTE1|2 werden auch hochmoderne Hybrid-Operationssäle, ausgestattet mit Geräten der jüngsten Generation, untergebracht. Intraoperative Magnetresonanztomographie (MRT) wird die Möglichkeit bieten, während Eingriffen den Operationsfortschritt zu beobachten. Chirurginnen und Chirurgen können so während der Operation beispielsweise abschätzen, ob der Tumor vollständig entfernt wurde oder ob es Komplikationen gibt. Damit sorgen wir für optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden und bestmögliche Ergebnisse für unsere Patientinnen und Patienten.

Timeline zum Baufortschritt

2021

Im Oktober reichte das USZ die Baueingabe ein. In den Jahren zuvor traf das Spital bereits intensive Vorbereitungen. So zügelten unter anderem diverse Einheiten aus dem Stadtzentrum in die weiteren Standorte, beispielsweise an den Flughafen oder nach Stettbach.

2022

Im Juni dann der erhoffte Entscheid: Die Baubewilligung für die Neubauten MITTE1|2 wurde rechtskräftig, nachdem nach der 30-tägigen öffentlichen Auflage keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen waren.

Noch im selben Jahr starteten die Abbrucharbeiten der bestehenden Gebäude auf dem Baufeld.

2023

Nach vollzogenem Abbruch starteten die Aushubarbeiten, die bis ins Folgejahr dauerten.

In der zweiten Jahreshälfte wurde die Kantonsarchäologie involviert – bei den Aushubarbeiten wurden Teile des Spitalfriedhofes aus dem 19. Jahrhundert gefunden.

2024

Tag für Tag gruben sich die Bagger in der Baugrube etwas tiefer in den Grund. Es zeigte sich einmal mehr, wie komplex ein Bauvorhaben in einem laufenden Spitalbetrieb ist: Um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende und Anwohnende vor Lärmemissionen, Erschütterungen, Staub und Verkehr zu schützen, unternahm das USZ viel.

2025

Endlich konnte mit dem Rohbau begonnen werden. Nachdem eine Beschwerde der zweitplatzierten Bauunternehmung vom Verwaltungsgericht abgewiesen und vom Bundesgericht die aufschiebende Wirkung entzogen wurde, starteten die Arbeiten an der Bodenplatte und an den ersten Stockwerken des Spitals der Zukunft.

Mit der Grundsteinlegung am 17. November in der Baugrube der Neubauten läutete das USZ die nächste Phase ein.

Verfolgen Sie den Baufortschritt von Campus MITTE1|2

Live-Webcam vom Dach des USZ Labor-Gebäudes (neues Bild alle 10 Minuten):

Vom Dach des Labor-Traktes

Live-Webcam vom Dach der Plattenstrasse 10 (neues Bild alle 10 Minuten):

Von der Plattenstrasse 10

2031

Gemäss aktueller Terminplanung: Nach einer halbjährigen Testphase, in der sämtliche Gerätschaften und Prozesse auf Herz und Nieren getestet werden, können die ersten Patientinnen und Patienten im Spital der Zukunft behandelt werden.

Eingang zum Notfallzentrum.

Baustellenfortschritt im Zeitraffer (August 2022 bis Oktober 2025)

Kontakt

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