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Medienmitteilung

Für Patienten und Mitarbeitende: USZ investiert in ein modernes Klinikinformationssystem

Das Universitätsspital Zürich (USZ) nutzt die Digitalisierung, um die Zukunft der Medizin zu gestalten: personalisiert, vernetzt und patientenzentriert. Hierzu führt das USZ in den kommenden Jahren unter anderem ein neues Klinikinformationssystem (KIS) der weltweit führenden Anbieterin Epic Systems ein. Dies hat der Spitalrat auf Antrag der Spitaldirektion beschlossen. Die Anforderungen wurden unter Einbezug von Mitarbeitenden der verschiedenen Fachbereiche definiert. Die Investition wird dank des digitalisierten Informationsaustausches substanziell Vorteile für die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeitenden und Partner des USZ bieten.

„Wir verfolgen die Vision des durchgehenden Patientenpfades. Das heisst: Vom Termin bis zum Austritt erhalten die Patienten und USZ-Mitarbeitenden einen spürbar besseren Informationszugang. Damit folgen wir konsequent unserer USZ-Strategie 2030, bei der die Digitalisierung zentral für die Zukunftsfähigkeit des Spitals ist“, erklärt Monika Jänicke, CEO des Universitätsspitals Zürich (USZ). Das USZ wird deshalb ein neues Klinikinformationssystem einführen. Die Anforderungen wurden in einem partizipativen Prozess mit USZ-Mitarbeitenden aus allen Bereichen definiert und orientieren sich somit an den aktuellen und künftigen Arbeitsprozessen und Patientenwegen im USZ. Das neue System vereinfacht den Kontakt der Patientinnen und Patienten mit dem USZ, entlastet die Mitarbeitenden administrativ und erleichtert die Zusammenarbeit mit Partnern. Nach einer umfassenden Evaluation hat sich das USZ für eine Software des international etablierten Anbieters Epic entschieden, die weltweit von über 2’000 Spitälern genutzt wird. Epic reichte dasjenige Angebot ein, das den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, den Anforderungen der Mitarbeitenden und den Prozessen im USZ als Universitätsspital am besten entspricht (siehe Kasten). Die Vergabe erfolgte mit einer hohen Sensibilität für die Sicherstellung des Datenschutzes.

Die funktionalen Anforderungen wurden durch ein erfahrenes Team aus Medizin, Pflege, Forschung, MTTB (medizinisch-technisches und medizin-therapeutisches Personal) und IT erarbeitet. Die Einführung ist nach Ablauf der Beschwerdefrist, Vertragsunterzeichnung, Datenschutzprüfungen und Vorbereitungsarbeiten voraussichtlich frühestens in zwei Jahren geplant.

Konkrete Verbesserungen für Patienten

Im Zentrum der Neuerung stehen die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Für sie werden sich der Kontakt mit dem USZ und der Informationszugang spürbar vereinfachen. Das USZ kann sie vor, während und nach dem Aufenthalt optimal betreuen – von der Terminbuchung bis zum Austritt oder Abschluss der Behandlung. Das neue KIS erleichtert den Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Fachleute. Davon profitieren Patientinnen und Patienten direkt.

Die wichtigsten Vorteile für Patientinnen und Patienten:

  • Einfachere Terminbuchung und -verwaltung, z.B. online oder via App, dadurch kürzere Wartezeiten durch präzisere Terminplanung und Koordination
  • Transparenter Zugang zu den eigenen Gesundheitsinformationen, Behandlungen, Medikamente, Therapien etc. online oder via App
  • Höhere Behandlungsqualität durch optimal vernetzte Kommunikation aller Behandelnden
  • Optimierte medizinische Betrachtung durch integrale Datenführung verbesserte Übersicht auf Diagnose, Laborergebnisse und Bilder
  • Individuellere Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten durch strukturierte Daten, insbesondere bei hochkomplexen Krankheitsbildern

Entlastung für das Spitalpersonal – der Mensch im Mittelpunkt

Das neue System soll auch den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden in der Medizin, Pflege und allen weiteren Berufsgruppen am USZ vereinfachen. Das ist angesichts des Fachkräftemangels bedeutsam. Das neue KIS entlastet die Mitarbeitenden administrativ, sie können sich besser um die Patienten kümmern. Administrative Routine übernimmt vielfach das KIS. Patienteninformationen müssen zum Beispiel nicht mehr aufwändig als PDF gescannt, kopiert und weitergleitet oder gar mehrmals eingetippt werden. Stattdessen stehen die Informationen nach dem «Need-to-know-Prinzip» exakt dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden. Die Fachpersonen können sich dadurch stärker auf ihre medizinischen, pflegerischen, technisch-analytischen oder therapeutischen Kernaufgaben konzentrieren, für die sie ausgebildet sind. Die Mitarbeitenden können somit ihre Fachkompetenzen und ihre Erfahrung noch besser einbringen. «Die USZ-Teams leisten täglich Ausserordentliches für das Wohl der Patientinnen und Patienten», erklärt Monika Jänicke. «Mit dem neuen KIS werden wir ein effizientes Hilfsmittel erhalten, das uns spürbar besser in unserer täglichen Arbeit unterstützt. Ich bin überzeugt, dass Mitarbeitende wieder mehr das tun können, wofür sie sich in der Ausbildung und im Beruf entschieden haben.»

Bessere Vernetzung kommt der Bevölkerung zugute

Die bessere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Spital, zuweisenden Hausärzten und anderen Gesundheitseinrichtungen kommt der gesamten Bevölkerung zugute. Unter anderem trägt das neue KIS dazu bei, dass das USZ auch in Zukunft Leistungen auf höchstem Niveau anbieten kann. Das neue KIS ist deshalb strategisch wichtig, um als eine der international führenden Institutionen für Spitzenmedizin den Wirtschaftsstandort Zürich zu stärken. Ausserdem beabsichtigen das USZ und das Kinderspital Zürich (Kispi) im Zusammenhang mit der KIS-Beschaffung die Möglichkeiten, enger zusammenzuarbeiten und sinnvolle gemeinsame Synergien zu nutzen.

Innovationsschub für Forschung und Lehre

Auch die Rolle des USZ in Forschung, Lehre und Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich (UZH) und der ETH Zürich wird gestärkt. Mit Erlaubnis der Patienten eröffnet die Erfassung und anonymisierte Auswertung strukturierter medizinischer Daten neue Wege in der klinischen Forschung. Das fördert Innovationen sowohl in Diagnostik und Therapie als auch in der Patientenversorgung. Forschende müssen weniger Daten manuell zusammensuchen, zusammentragen und abtippen. Die bessere Verfügbarkeit, Auffindbarkeit und Vernetzung werden dazu beitragen, Krankheiten umfassender zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln.

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