Patientennutzen
Mit einem neuen Klinikinformationssystem (KIS) gestaltet das Universitätsspital Zürich die medizinische Zukunft: personalisiert, vernetzt und patientenzentriert. Für die Patientinnen und Patienten sowie zuweisende Stellen wird der Kontakt mit dem USZ künftig einfacher.
Das USZ kommt seiner Vision des «durchgehenden Patientenpfades» einen grossen Schritt näher. Hierzu führt das USZ in den kommenden Jahren ein neues Klinikinformationssystem (KIS) ein. Es wird dank optimal vernetzten Informationen spürbare Vorteile für die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeitenden und Partner des USZ bieten.
Das USZ strebt eine umfassende Digitalisierung der Patientenversorgung mit einer ganzheitlichen Sicht auf die Patienten und ihre Gesundheitsinformationen an. Basierend auf durchgängigen klinischen Prozessen soll das neue Klinikinformationssystem (KIS) rund 15 verschiedene ältere ablösen und integrieren. Das vereinfacht und verbessert den Informationsfluss. Das USZ nutzt also die Digitalisierung, um die Zukunft der Medizin zu gestalten: personalisiert, vernetzt und patientenzentriert. Die Investition wird substanzielle Vorteile für die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeitenden und Partner des USZ bieten.
Das neue System vereinfacht den Kontakt der Patientinnen und Patienten mit dem USZ, entlastet die Mitarbeitenden administrativ und erleichtert die Zusammenarbeit mit Partnern. Die Patientinnen und Patienten profitieren von optimierten Abläufen und einer besseren Koordination ihrer Behandlung. Alle relevanten Informationen stehen den behandelnden Fachpersonen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung. Das USZ kann sie vor, während und nach dem Aufenthalt optimal betreuen – von der Terminbuchung bis zum Austritt oder Abschluss der Behandlung. Das neue KIS erleichtert den Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Fachleute. Auch davon profitieren Patientinnen und Patienten direkt.
Der Hersteller Epic Systems hat das insgesamt vorteilhafteste Angebot eingereicht. Der Zuschlag erfolgte an den Anbieter, der die Anforderungen des USZ als Universitätsspital und dessen Prozesse in der Zukunft optimal erfüllt. Epic reichte in der Gesamtbewertung das vorteilhafteste Angebot ein. Entscheidend war nicht allein der initiale Produktpreis, sondern das Gesamtpaket unter Berücksichtigung der Folge- und Betriebskosten für die Funktionalitäten, welche die Bedürfnisse und Arbeitsabläufe des USZ im Interesse der Patientinnen und Patienten optimal abdecken. Heute betreibt das USZ eine Vielzahl von Programmen mit komplexen Schnittstellen. Das neue System von Epic ersetzt rund 15 verschiedene Applikationen und sorgt damit für eine spürbare Vereinfachung in der Digitalisierung. Epic ist ein international führender und etablierter Anbieter, der weltweit mit über 2’000 Spitälern zusammenarbeitet.
Wir sind uns bewusst, dass die Digitalisierung viele Vorteile bringt, jedoch auch mit Ängsten und Risiken verbunden ist. Genau deshalb ist für das USZ elementar, die strengen Bestimmungen des Datenschutzes in der Schweiz und im Kanton Zürich zu erfüllen. Sämtliche Daten werden im USZ-Rechenzentrum gehostet, welche die kantonalen und schweizerischen Datenschutzbestimmungen erfüllen. Das USZ wird die Anforderungen zur Gewährleistung der Datensicherheit mit der Datenschutzbeauftragten Zürich (DSB) abstimmen
Das USZ hat keine Differenzen zu den Voten im Kantonsrat, im Gegenteil. Wir haben viel Verständnis für die wichtige Diskussion. Denn genau mit den Fragen zum Datenschutz und den Kosten haben wir uns bei der Erarbeitung der Anforderungen und im Beschaffungsprozess ebenfalls ausführlich und kritisch auseinandergesetzt. Und wir werden diese Anliegen auch im weiteren Verlauf des Projekts gemeinsam mit dem Anbieter sehr sorgfältig im Auge behalten und transparent darüber informieren. Ausserdem geht oft vergessen: Das USZ geht hier nicht einen aussergewöhnlichen Weg. Es handelt sich um eine Software eines international etablierten Anbieters, die weltweit von über 2’000 Spitälern genutzt wird.
Wir wollen das neue, integrierte System zügig, jedoch mit der gebotenen Sorgfalt und zusammen mit den Mitarbeitenden einführen. Eine Beschwerde des unterlegenen Systemanbieters nach der Auftragsvergabe Ende August 2025 hat die Projektentwicklung um einige Monate verzögert. Mitte April 2026 wurde die Beschwerde zurückgezogen. Somit konnte das Projekt gemeinsam mit dem Lieferanten Epic nun starten. Nach dem Vertragsabschluss und Projektplanung folgt unter Einbezug der Bedürfnisse der Patienten, Zuweiser und Mitarbeitenden die Umsetzung. Weil dabei auch mehr als 15 verschiedene Einzelsysteme und Applikationen reduziert und Schnittstellen vereinfacht werden, ist die Einführung des neuen KIS frühestens im Jahr 2028 vorgesehen.