Prostatakrebs wird oft mit Strahlentherapie behandelt. Mittels CT- oder MR-Überwachung kann die Strahlendosis genauer auf den Tumor gerichtet werden. Dazu werden regelmässig Bilder gemacht. Dadurch kann das umliegende gesunde Gewebe besser geschont werden und gleichzeitig pro Bestrahlungssitzung eine intensivere Dosis verabreicht werden. Damit kann in kürzerer Behandlungszeit eine Strahlentherapie mit derselben Wirksamkeit erreicht werden.
Ziel der Studie
Bisher waren Patienten mit vergrösserter Prostata oder Symptomen wegen Verengung der Harnröhre von den meisten Studien zur CT- oder MR-geführten Strahlentherapie bei Prostatakrebs ausgeschlossen. In diesem Forschungsvorhaben möchten wir daher die Häufigkeit und Ausprägung von Nebenwirkungen der CT- oder MR-geführten Strahlentherapie auch für diese spezifische Patientengruppe systematisch untersuchen.
Wer kann teilnehmen?
Patienten mit vergrösserter Prostata oder Symptomen wegen Verengung der Harnröhre
Ablauf
Ihre Radio-Onkologin / Ihr Radio-Onkologe wird Sie über die geplante Therapie genau informieren. Zusätzlich informiert sie/er Sie über das Forschungsprojekt.
Sie werden zu folgenden Zeitpunkten nach Symptomen gefragt:
- Vor Beginn der Strahlentherapie
- Nach Abschluss der Strahlentherapie
Nachsorgetermine (können auch telefonisch durchgeführt werden, Fragebogen per Post):
- Bis 1 Jahr nach Abschluss der Strahlentherapie alle 3 Monate
- Ab 1 Jahr bis 2 Jahre nach Abschluss der Strahlentherapie alle 6 Monate
- Ab 2 Jahren bis 5 Jahre nach Abschluss der Strahlentherapie alle 12 Monate
Blutkontrolle (PSA) im Rahmen der Standard-Nachsorge:
- Bis 2 Jahre nach Abschluss der Strahlentherapie alle 3 Monate
- Ab 2 Jahren bis 5 Jahre nach Abschluss der Strahlentherapie alle 6 Monate
Zusätzlich kann eine Uroflowmetrie durchgeführt werden. Für die Uroflowmetrie müssen Sie mit möglichst voller Blase in ein spezielles Gerät urinieren, das die Fliessgeschwindigkeit des Urins erfasst. Mit dieser Methode können wir messen, ob und in welchem Ausmass der Urinabfluss beeinträchtig ist. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts führen wir die Uroflowmetrie an zwei Zeitpunkten durch: vor der Strahlentherapie sowie 3 Monate nach Abschluss der Strahlentherapie.
Die Uroflowmetrie im Rahmen dieses Forschungsprojekts ist zusätzlich und freiwillig. Das heisst, wenn Sie die Uroflowmetrie nicht durchführen lassen wollen, können Sie trotzdem am Forschungsprojekt teilnehmen.
Entschädigung
Keine
Original Studienname
Stereotactic CT or MR-adaptive radiation therapy for localized prostate cancer with obstructive genitourinary symptoms or prostate hyperplasia (X-SMILE)
BASEC-Nummer
2024-00115