Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat den Wirkstoff Donanemab (Handelsname: Kisunla®) zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit im Frühstadium zugelassen. Ab sofort können Patientinnen und Patienten am Universitätsspital Zürich (USZ) in der Memory Clinic abklären lassen, ob diese Therapie für sie infrage kommt.
Donanemab ist ein Antikörper, der gezielt gegen typische Eiweissablagerungen im Gehirn wirkt, sogenannte Amyloid-Plaques. Studien zeigen, dass die Behandlung bei Menschen in frühen Krankheitsstadien den Abbau der geistigen Fähigkeiten verlangsamen kann. Die Therapie kann die Krankheit jedoch nicht heilen und verlorene Fähigkeiten nicht wiederherstellen. Sie kann aber möglicherweise dazu beitragen, dass Gedächtnis und weitere kognitive Fähigkeiten länger erhalten bleiben.
Für wen kommt die Behandlung infrage?
Die Behandlung ist für Personen im Frühstadium der Alzheimer-Erkrankung vorgesehen, also bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder leichter Demenz. Voraussetzung für eine Therapie ist der Nachweis von Amyloid-Ablagerungen im Gehirn sowie eine genetische Untersuchung (ApoE-Test).
In bestimmten Situationen wird eine Behandlung nicht empfohlen, zum Beispiel nach früheren Schlaganfällen, bei bestimmten Blutgerinnungsstörungen oder bei einigen anderen neurologischen Erkrankungen. Deshalb sind vor Beginn der Therapie mit dem neuen Wirkstoff umfassende medizinische Abklärungen notwendig.
Diese Abklärungen können in der Memory Clinic der Klinik für Neurologie am USZ nach ärztlicher Zuweisung durchgeführt werden. Derzeit erfolgt in der Schweiz noch keine automatische Kostenübernahme der Therapie, weshalb im Einzelfall ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden muss.