Schwerpunkte in der Forschung sind die Bedeutung des Humanen Papillomavirus beim Oropharynxkarzinom, die diagnostische und prognostische Wertikgeit metabolischer Parameter der nuklearmedzinischen Bildgebung bei Tumorpatienten und -patientinnen und die Verbesserung der Diagnostik bei Speicheldrüsenkarzinomen und kutanen Plattenepithelkarzinome der Kopf- und Halsregion.
Publikationsliste anzeigenPD Dr. med. G. Morand
Ein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf den NECTORS-Studien zur transoralen robotischen Chirurgie (TORS) bei Patientinnen und Patienten mit human Papilloma Virus Oropharynxkarzinomen. Ziel ist es, die Rolle der minimalinvasiven robotisch-assistierten Chirurgie in der Behandlung des Oropharynxkarzinoms weiter zu untersuchen und zu optimieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere die onkologische Sicherheit, funktionelle Ergebnisse und Lebensqualität sowie die Frage, inwiefern durch eine gezielte Patientenselektion und angepasste adjuvante Therapiekonzepte die Behandlungsintensität reduziert werden kann.
PD Dr. G. Morand
In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. M. Hüllner (Nuklearmedizin, USZ) werden metabolische Tumorparameter auf ihre diagnostische und prognostische Wertigkeit untersucht. Diese Parameter werden im Rahmen der Staging-Untersuchung mittels Positronen-Emissions-Tomographie mit Computertomographie (PET/CT) bei vielen Krebspatientinnen und Krebspatienten erhoben, ihre klinische Bedeutung ist jedoch noch nicht abschliessend geklärt. Ziel ist es, durch die detaillierte Analyse dieser Parameter die Aussagekraft der PET/CT hinsichtlich Prognose, Therapieansprechen und Nachsorge weiter zu verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Evaluation verschiedener nuklearmedizinischer Tracer und deren Einsatz bei unterschiedlichen Erkrankungen. Dabei untersuchen wir insbesondere neue Bildgebungsansätze beim Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom (HNSCC), einschliesslich Tumoren mit geringer oder fehlender Aufnahme konventioneller Tracer wie FDG. Darüber hinaus befassen wir uns mit der nuklearmedizinischen Bildgebung bei Erkrankungen der Nebenschilddrüsen und untersuchen den diagnostischen Mehrwert unterschiedlicher Tracer und Bildgebungsverfahren.
PD Dr. G. Morand
Die adäquate Behandlung bei klinisch fehlenden Zeichen einer Halslymphknotenmetastasierung bei malignen Tumoren der Mundhöhle und des Rachenraumes bleibt kontrovers. Die meisten Zentren bieten in diesem Fall eine chirurgische Halslymphknotenausräumung (selektive Neck Dissection) an. Das Konzept der Sentinellymphknotenbiopsie (SNB) bietet eine validierte, onkologisch sichere, minimal invasive Alternative, was schon in zahlreichen internationalen und eigenen Arbeiten gezeigt werden konnte. Aktuell werden die verschiedene neuere Aspekte davon untersucht.
Ausserdem ist die ORL-Onkologie an mehreren internationalen, randomisierten Multizenterstudien beteiligt. Die sogenannte «Best of» Studie ist eine Europaweite Studie (EORTC), welche die Ergebnisse von primärer Chirurgie vs. Radiotherapie bei Patienten und Patientinnen mit Oropharynxkarzinom in Frühstadien untersucht. Weitere Studien werden zusammen mit den Kollegen der Radioonkologie durchgeführt. Als Beispiel sollte die JAVELIN Studie (Pfizer®) erwähnt werden. Diese untersucht die Wirksamkeit von sogenannten Immunmodulatoren in Kombination mit Standardtherapieverfahren bei Kopf-Hals-Karzinom-Patienten und -Patientinnen.