Die häufigsten Fragen rund um unsere Klinik und unser Behandlungsangebot haben wir hier für Sie zusammengestellt und beantwortet.
Die Bestrahlung ist eine Behandlungsmethode, bei der energiereiche Strahlen eingesetzt werden, um Krebszellen gezielt zu zerstören oder ihr Wachstum zu stoppen.
Die Strahlung schädigt die Erbsubstanz (DNA) in den Krebszellen, sodass sie sich nicht mehr teilen und absterben.
Die Bestrahlung kann bei vielen Tumorarten eingesetzt werden – z. B. bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Hirntumoren oder Metastasen. Je nach Krebsart wird sie heilend (kurativ) oder lindernd (palliativ) angewendet. Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Tumorarten finden Sie in unseren separaten Informationsblättern oder auf unserer Website unter dem Bereich „Tumorarten A–Z“.
Ihr Behandlungsteam wird gemeinsam mit Ihnen die Entscheidung über eine Behandlung treffen. In den meisten Fällen wird die Therapieempfehlung schon vorab im
Ja, in speziellen Zentren und nur, wenn es unbedingt nötig ist – mit besonderem Schutz.
Bestrahlung wirkt lokal (an der Tumorregion), Chemotherapie wirkt systemisch (im ganzen Körper).
Kurativ = mit Heilungsziel. Palliativ = zur Linderung von Symptomen und Verbesserung der Lebensqualität.
Ja, die Grundversicherung übernimmt in der Regel die Kosten vollständig.
Je nach Tumorart sind Operation, Chemotherapie oder andere Verfahren möglich – oft wird kombiniert.
Sie liegen ruhig auf einer Liege, das Gerät bewegt sich ggf. um Sie herum. Die eigentliche Bestrahlung dauert meist nur wenige Minuten.
Sehr präzise. Moderne Geräte treffen den Tumor millimetergenau und schonen das umliegende gesunde Gewebe weitgehend.
Die Bestrahlung wirkt gezielt und mit hoher Präzision, daher wird Ihre Lagerung genau überwacht. Im Kopf-Hals-Bereich kommen spezielle Masken zum Einsatz, die eine Bewegung zuverlässig verhindern. In anderen Körperregionen erkennt das Bestrahlungsgerät selbst kleinste Bewegungen und stoppt die Behandlung automatisch, bis die korrekte Position wieder erreicht ist. Sie können sich also sicher fühlen – Ihre Sicherheit steht immer im Vordergrund.
Nur in dringenden Ausnahmefällen – Regelmässigkeit ist für den Behandlungserfolg wichtig.
Informieren Sie sofort das Team. Meist kann die Sitzung nachgeholt werden.
Die Strahlen entstehen im Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger). Sie verlassen das Gerät nur während der Behandlung und wirken gezielt auf den Tumor.
Die „Arme“ oder beweglichen Teile, die Sie bei der Behandlung sehen, sind keine Strahlenquellen, sondern dienen der exakten Positionierung und Formung des Bestrahlungsfeldes. Damit wird sichergestellt, dass die Strahlung punktgenau den Tumor erreicht und umliegendes gesundes Gewebe bestmöglich geschont wird.
Das sind individuell angepasste Hilfsmittel, z. B. eine Maske für Kopf-Hals-Tumoren, um eine genaue Positionierung sicherzustellen.
Die Dauer variiert je nach Tumorart und -stadium. Die Bestrahlung selber dauert nur wenige Minuten. Meistens erfolgt die Behandlung über mehrere Wochen (z. B. 5 Tage pro Woche für 4–6 Wochen).
In der Regel an Werktagen (Montag bis Freitag), einmal täglich. Es gibt aber auch Sonderformen wie Kurzzeit- oder Einzeitbestrahlung.
Eine hochpräzise Form der Bestrahlung mit sehr hoher Dosis in wenigen Sitzungen, z. B. bei kleinen Tumoren im Gehirn, in Knochen oder in der Lunge.
Eine moderne Technik, bei der die Strahlendosis exakt an die Tumorform angepasst wird.
Eine Form der Bestrahlung, bei der eine Strahlenquelle direkt in oder an den Tumor gebracht wird (z. B. bei Prostata- oder Gebärmutterkrebs).
Es findet ein Aufklärungsgespräch statt, es werden Fragen geklärt, und die Termine für die folgenden Planungsuntersuchungen (Planungs-MRI oder Planungs-CT) festgelegt. Manchmal werden auch Blutentnahmen durchgeführt.
Für die Bestrahlung werden wird ein spezielles Planungs-Untersuchungen (CTs oder MRIs) durchgeführt. Diese unterscheiden sich von den diagnostischen CT- oder MRI-Aufnahmen, die der Diagnosestellung dienen. Im Planungs-CT oder -MRI wird Ihre genaue Behandlungsposition und auch das Bestrahlungsgebiet festgelegt und definiert.
Nein, sie ist weder sichtbar noch spürbar. Es ist wie bei einer Röntgenaufnahme.
Nein, bei der sogenannten äusseren Bestrahlung (external beam radiotherapy, EBRT) gibt es keine Radioaktivität im Körper.
Nein, die Bestrahlung selbst ist schmerzfrei – wie bei einem Röntgenbild. Mögliche Nebenwirkungen können jedoch Beschwerden verursachen.
Sehr sicher. Sie unterliegt strengen Qualitäts- und Sicherheitskontrollen.
Nein, bei der Bestrahlung sind Sie nicht radioaktiv und geben keine Strahlung ab. Sie können also ganz normal mit Ihrer Familie, Ihren Kindern und Enkelkindern zusammen sein.
Ja, aber moderne Technik minimiert das Risiko. Ziel ist immer, so viel wie nötig zu bestrahlen – und so wenig wie möglich.
Meistens nicht. Bei bestimmten Tumorarten kann eine spezielle Vorbereitung nötig sein – das wird Ihnen vorher erklärt.
Bequeme Kleidung, ohne Metall im Bestrahlungsbereich. Schmuck bitte ablegen.
Ja, aber bitte informieren Sie das Behandlungsteam über alle Medikamente, die Sie nehmen – auch über pflanzliche oder homöopathische Mittel.
Ja, gerne – besonders zum Aufklärungsgespräch. Während der Bestrahlung selbst dürfen Begleitpersonen aber nicht in den Raum.
Ja, viele Zentren bieten psychologische Beratung, Seelsorge oder Sozialdienst an – sprechen Sie uns an.
Sprechen Sie mit uns! Wir nehmen Ihre Sorgen ernst und helfen Ihnen, die Behandlung gut zu bewältigen.
Sprechen Sie offen mit dem Behandlungsteam über Ihre Sorgen. Entspannungsübungen, Gespräche mit Angehörigen oder professionelle psychoonkologische Unterstützung können helfen, Ängste abzubauen und das Vertrauen in die Behandlung zu stärken.
Das hängt von der Art der Bestrahlung und Ihrem Allgemeinzustand ab. Viele Patient:innen können weiterarbeiten, manche brauchen eine Auszeit.
In der Regel ja – ausser Sie fühlen sich zu müde oder sind in Ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt. Wenn Sie am Kopf bestrahlt werden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Behandlungsteam.
In der Regel können Sie während der Bestrahlung sportlich aktiv bleiben – Bewegung wirkt sich oft positiv auf das körperliche und seelische Wohlbefinden aus. Vermeiden Sie jedoch Überanstrengung. Bei bestimmten Bestrahlungsgebieten, insbesondere bei Hautreaktionen, sollte z. B. auf Schwimmen oder Kontaktsportarten vorübergehend verzichtet werden. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Behandlungsteam – gemeinsam lässt sich entscheiden, was in Ihrem Fall sinnvoll und gut verträglich ist.
Eine ausgewogene, gesunde Ernährung unterstützt den Körper. Bei Behandlungen im Bauch- oder Beckenraum sollten Sie auf blähende Lebensmittel verzichten. Bei Schluckbeschwerden kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein.
Ja – bitte verwenden Sie nur empfohlene, hautschonende Produkte im Bestrahlungsbereich. Unser Behandlungsteam berät Sie gerne.
In Absprache mit Ihrem Ärzteteam können begleitende Methoden manchmal hilfreich sein – sie dürfen aber niemals die Bestrahlung ersetzen. Bitte informieren Sie uns vorab, damit mögliche Wechselwirkungen vermieden werden.
Während einer Bestrahlung ist die Haut im bestrahlten Bereich empfindlicher. Schwimmen im Chlor- oder Salzwasser oder Saunagänge können die Haut zusätzlich reizen. Deshalb wird in der Regel empfohlen, während der Behandlungszeit darauf zu verzichten. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Sport sind dagegen meist unproblematisch oder sogar empfohlen. Besprechen Sie Ihre individuellen Möglichkeiten bitte mit Ihrem Behandlungsteam.
Ja, das ist in der Regel unproblematisch. Fragen Sie aber sicherheitshalber Ihr Behandlungsteam.
Es folgt meist eine Abschlussuntersuchung und ein Nachsorgetermin. Die Wirkung der Strahlung hält noch an.
Nebenwirkungen können bis zu mehreren Wochen anhalten, bessern sich aber meist stetig.
In der Regel nach einigen Wochen und dann in regelmässigen Abständen – abhängig von der Tumorart.
Ja, leider ist das möglich – darum sind Nachsorgeuntersuchungen wichtig.
Ausgewogene Ernährung, Bewegung, seelische Stabilität und die Einhaltung der Nachsorge-Termine helfen Ihrem Körper.
Eine Verlaufskontrolle ist eine ärztliche Untersuchung nach einer Behandlung. Dabei wird überprüft, wie gut die Therapie gewirkt hat, ob die Erkrankung stabil ist oder ob Nebenwirkungen aufgetreten sind. Verlaufskontrollen können Gespräche, körperliche Untersuchungen, Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren (wie Röntgen, CT oder MRT) beinhalten. Ziel ist es, frühzeitig Veränderungen zu erkennen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.
Oft dauert es einige Tage oder Wochen, bis eine Wirkung spürbar wird – die Wirkung hält aber auch nach Ende der Behandlung noch an.
Je nach Region: Hautreaktionen, Müdigkeit, Schluckbeschwerden, Durchfall, Haarausfall, je nachdem, wo bestrahlt wird. Ihr Behandlungsteam wird Sie darüber informieren.
Meistens nicht. Die meisten Beschwerden verschwinden einige Wochen nach Therapieende.
Ihr Behandlungsteam unterstützt Sie mit Medikamenten, Hautpflege-Tipps, Ernährungsempfehlungen oder begleitender Physiotherapie.
Für Termine, Terminverschiebungen oder -absagen können Sie unsere Disposition unter +41 255 97 62 oder rt-disposition@usz.ch erreichen.
Bitte melden Sie sich bei Ihrem Behandlungsteam. Ausserhalb der Bürozeiten oder am Wochenende lassen Sie sich am Besten über die Telefonzentrale des USZ (Telefonnummer) mit dem Dienstarzt der Radio-Onkologie verbinden.
Unsere radio-onkologische Poliklinik finden Sie im Rämi-Trakt im Geschoss D. Bitte melden Sie sich immer im Zimmer 22 an.
Anmeldung Poliklinik RAE D 22
Das Planungs-CT befindet sich bei der Anmeldung Radiologie im Trakt AUFN, Stockwerk C.
Das Planungs-MR befindet sich im Trakt NUK, Stockwerk A 62. Die Bestrahlungsgeräte finden Sie ebenfalls im NUK-Trakt, aber im Untergeschoss.