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Labor für Molekulare Neuro-Onkologie
Klinik für Neurologie
Universitätsspital Zürich
Frauenklinikstrasse 26
8091 Zürich
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des Labors für Molekulare Neuro-Onkologie der Klinik für Neurologie liegen auf den Gebieten der Tumorimmunologie und Immuntherapie, der Therapieresistenz und der Entwicklung neuer Therapien für Patientinnen und Patienten mit Hirntumorerkrankungen.
Das Labor wurde 2008 mit der Berufung von Michael Weller als Klinikdirektor gegründet und befindet sich seit 2014 im Haldenbach-Gebäude an der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich in der Frauenklinikstrasse 26, 8091 Zürich. Am 1.8.2026 hat Tobias Weiss die Leitung des Labors übernommen, mit Unterstützung von Julia Friesen, Laura Königs und Theresa Pesch (Laborführung) sowie Kristina Weissbecker (Administration).
Michael Weller befasst sich vor allem mit Untersuchungen zum Wirkmechanismus von Setotonin-Modulatoren, die mittels ex vivo drug sensitivity profiling (Pharmakoskopie) als neuer Therapieansatz für Glioblastome identifiziert wurden, gemeinsam mit Sara Dahmani, Julia Friesen und Theresa Pesch, mit der Bedeutung von Steroid-Signalwegen, gemeinsam mit Laura Koenigs, und mit der tumorigenen Funktion von Telomerase, gemeinsam mit Yasmin Abdel Moneim.
Patrick Roth hat zum 1.8.2026 die Leitung der Klinik für Neurologie am Kantonsspital in St. Gallen übernommen. Er führt seine wissenschaftlichen Projekte zunächst in Zürich fort, unter anderem zu Chimeric Antigen Receptor (CAR)-T-Zellen mit Szymon Stanclik, zu epigenetischen und immunologischen Faktoren, die zum Langzeitüberleben bei Patientinnen und Patienten mit Glioblastom beitragen, gemeinsam mit Paulina Will. Zudem erfolgen Untersuchungen zu zellulären Immuntherapien, die in präklinischen Modellen entzündlicher ZNS-Erkrankungen untersucht werden, mit Lino Casty.
Tobias Weiss entwickelt in Mausmodellen und frühen klinischen Studien neue (immun-)therapeutische Ansätze zur Behandlung von Gliomen und Hirnmetastasen. Weiterhin entwickelt er neue Ansätze zur nicht-invasiven frühen Diagnose und Verlaufskontrolle von Hirntumoren in Blut und Liquor von Patientinnen und Patienten (Liquid Biopsies) zusammen mit Adela Brzobohata, Yanan Zhang, Franziska Heinkele und Carlos Villamizar. Er untersucht in diesem Kontext tumorspezifische Antikörper-basierte Therapien (zusammen mit Sina Guenther) sowie innovative Zelltherapien mit modifizierten T-/NKZellen und Makrophagen(zusammen mit Manon Bouzereau, Carlotta Dell’Anna Misurale, Zoë Linke und Will Ashcroft). Weiterhin nutzt er innovative Methoden zur molekularen and funktionellen Charakterisierung von Tumorgeweben basierend auf Massenspektrometrie zur Hochdurchsatz-Analyse von Proteinen und automatisierter Mikroskopie und Computer-gestützten Bildanalysen (in Kollaboration mit B. Snijder, Botnar Institute of Immune Engineering Basel und J. Kelm, PreComb Therapeutics).
Maximillian Mastall untersucht gemeinsam mit Sofia Massaro die Wechselwirkungen zwischen Hirnhäuten (Meningen) und Hirntumoren.
Das RCAS/tv-a Gentransfersystem wird zur Weiterentwicklung syngener Mausmodelle von Gliomen und Meningeomen genutzt, deren histopathologischer Aufbau, Mikromilieu und molekulare Eigenschaften den Tumoren beim Menschen ähneln. Samuel Marashli bearbeitet Projekte, die diese Tumormodelle nutzen, um anti-glutamaterge Therapiestrategien zu entwickeln und wird weiterhin von Hans-Georg Wirsching mitbetreut, der seit Ende 2024 die Klinik für Neurologie am Kantonsspital Winterthur leitet.
In Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie (Luca Regli, Carlo Serra, Kevin Akeret, Flavio Vasella, Stefanos Voglis, Emilie Le Rhun) wurde eine Tumorbank für molekularbiologische und immunologische Untersuchungen sowie zur Isolierung und Charakterisierung von Gliomstammzellen aufgebaut. Auf dem Gebiet der Tumorimmunologie besteht eine langjährige enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Marian Neidert, zunächst in Zürich, später in St. Gallen und seit 1.6.2026 in Mainz.
In Kooperation mit den Kliniken für Medizinische Onkologie und Hämatologie (Emilie Le Rhun), Neurochirurgie (Luca Regli) und Radioonkologie (Matthias Guckenberger) und dem Institut für Pathologie (Holger Moch) werden mehrere Projekte zur Pathogenese und Biologie von Metastasen des Zentralnervensystems durchgeführt.
Im Bereich der klinischen Neuro-Onkologie wurde gemeinsam mit den Partnerinstitutionen der Neuroradiologie, Neurochirurgie, Neuropathologie, Radioonkologie, Onkologie, Nuklearmedizin und Pädiatrischen Neuroonkologie in Zürich im Januar 2012 das Hirntumorzentrum (Brain Tumor Center Zurich) am Comprehensive Cancer Center Zürich (CCCZ) gegründet. Die umfangreichen klinischen Studien (s.u.) werden durch drei Studienkoordinatorinnen, Marta Adorjani, Sarah Basler und Carola Keding, umfassend betreut.
Dorothee Gramatzki, Amanda Eisele, Elena Luib und Luise Reukauf führen Populations-basierte Untersuchungen zur Gliomerkrankung im Kanton Zürich durch. In Kooperation mit den Zentren des Deutschen Gliomnetzwerkes (Koordination: Dorothee Gramatzki) und der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) (Koordination: Emilie Le Rhun) werden verschiedene Projekte der klinisch-pathologisch-molekularen patientenbezogenen Forschung bearbeitet. Die Arbeitsgruppe arbeitet innerhalb des GLASS-Konsortiums an der Charakterisierung der Progression von niedergradigen Gliomen.
Die Arbeitsgruppe wurde oder wird durch die “Brain Tumor Funder Collaborative” der USA, den Schweizerischen Nationalfonds, dem europäischen Forschungsrat (ERC), Krebsforschung Schweiz (Oncosuisse), die Zürcher Krebsliga, die Helmut Horten Stiftung, die Wilhelm Sander-Stiftung, die EMDO-Stiftung, die OPO-Stiftung, die Hartmann-Müller-Stiftung, das CCCZ Lighthouse Programm, das CCCZ Investigator Initiated Clinical Trial Programm, die Koetser-Stiftung, die Sophien-Stiftung, die San Salvatore-Stiftung, die Promedica Stiftung, die Desirée und Niels Yde-Stiftung, die Stiftung für Angewandte Krebsforschung, die Geistlich-Stucki-Stiftung, Swiss Cancer Research, das Eurostars-Program der EU und die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt und führt aktuell Kooperationsprojekte mit den folgenden Firmen durch: Lundbeck (Zug), MSD (Luzern), Cellis (Warschau und Zürich), Novartis (Basel), Novocure (Jersey Isle), Philogen (Siena) und Quercis (Zug).
Labor für Molekulare Neuro-Onkologie
Klinik für Neurologie
Universitätsspital Zürich
Frauenklinikstrasse 26
8091 Zürich
Die Mitglieder der Forschungsgruppe Neuro-Onkologie finden Sie hier.
Eine Auswahl unserer Forschungsprojekte ist im Folgenden aufgeführt. Eine Übersicht zum Forschungsschwerpunkt “ImmunoCure” kann hier eingesehen werden.
Bei Interesse an unten aufgeführten klinischen Studien am Hirntumorzentrum des USZ freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Eine tabellarische Übersicht zu den aktuell rekrutierenden Studien mit den wichtigsten Einschlusskriterien kann zusätzlich hier eingesehen werden.
Die abgeschlossenen Forschungsprojekte von PhD-Studierenden aus unserem Labor finden Sie hier aufgeführt. Die entsprechenden Publikationen in Fachzeitschriften können über diesen Link eingesehen werden.
Wenn Sie unsere wissenschaftliche Arbeit zugunsten der Neuro-Onkologie mit einer Spende unterstützen möchten, dürfen Sie das gerne über die USZ Foundation tun. Unter der Rubrik «Fördern» finden Sie alle Informationen zum Thema Fördern, ebenfalls finden Sie dort die Ansprechpersonen. Bitte geben Sie als Förderzweck «Neuro-Onkologie» an.