Die endovaskuläre Behandlung von Bauchaortenaneurysmen (EVAR) ist heute Standard. Doch nicht alle Patientinnen und Patienten profitieren langfristig gleich. Neue Erkenntnisse sollen helfen, Risikopersonen frühzeitig zu erkennen und die Nachsorge gezielter zu gestalten.
Zur Klärung der Ursachen dieser unterschiedlichen Krankheitsverläufe erhalten wir im Rahmen des Forschungsprojektes Fördergelder des Schweizerischer Nationalfonds. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Prognosemodells, das den individuellen Verlauf nach einer endovaskulären Behandlung von Bauchaortenaneurysmen (EVAR) vorhersagen kann. Dazu werden moderne molekularbiologische Technologien und Verfahren des maschinellen Lernens eingesetzt.
Molekulare Marker für eine personalisierte Nachsorge
Im Mittelpunkt der Forschung stehen biologische und entzündliche Vorgänge, die bislang nur teilweise verstanden sind. Mithilfe von molekularen Markern im Blut soll untersucht werden, welche Patientinnen und Patienten von den bestehenden Nachsorgekonzepten profitieren und bei welchen eine engmaschigere oder angepasste Überwachung sinnvoll sein könnte.
Davon profitieren auch zuweisende Ärztinnen und Ärzte
Die enge Verknüpfung von Forschung, klinischer Erfahrung und moderner Datenanalyse ermöglicht eine zunehmend differenzierte Nachsorge nach einer EVAR-Behandlung. So lassen sich individuelle Verläufe besser beurteilen und Nachsorgekonzepte gezielt an die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten anpassen.
Für einen fachlichen Austausch stehen wir gerne zur Verfügung. In unserer spezialisierten Nachsorgesprechstunde beurteilen wir Patientinnen und Patienten nach EVAR auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und langjähriger klinischer Erfahrung