Logistik
Die geplanten Neubauten MITTE1|2 markieren den ersten Schritt in der baulichen Gesamterneuerung des USZ. Die neuen Gebäude sind von zentraler Bedeutung, um den Anforderungen der modernen Medizin auch künftig entsprechen zu können. Die Gebäude werden unter anderem Platz bieten für ein neues Notfallzentrum, für über 300 Betten, 23 Operationssäle sowie ein Interventionszentrum für Schlaganfall- und Herzpatienten.
In den Neubauten MITTE1|2 wird das USZ einen Grossteil seiner universitären Spitzenmedizin unterbringen. Ebenfalls werden mehrere Normalpflegestationen und Intensivmedizinstationen, die Radiologie, die Notfallstation und ein Teil der Laborforschung Platz finden.
Bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an – ein Fakt, der bei der Planung der neuen Gebäude berücksichtigt wurde. Das neue Notfallzentrum wird deshalb in unmittelbarer Nähe des Interventionszentrums liegen, so dass die Zeit von der Notfallaufnahme bis zum lebensrettenden Eingriff minimiert werden kann.
Allgemein wurde bei der Planung der Neubauten MITTE1|2 auf neue und moderne Abläufe geachtet. Ein wesentliches Element ist das Plattformkonzept: Dabei werden ähnliche Funktionen und Prozesse räumlich und organisatorisch gebündelt. Dadurch wird eine Standardisierung erreicht, die eine flexible Gestaltung sowie eine effiziente Infrastrukturnutzung zur Erbringung von interdisziplinärer medizinischer Spitzenleistung ermöglicht – alles mit dem Ziel, den Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Genesung zu ermöglichen.
Insgesamt entstehen Bettenstationen der Normalpflege mit mehr als 200 Betten. Jedes dieser Betten befindet sich in einem Einzelzimmer mit grossen Fenstern und eigener Nasszelle. Ruhe, angenehme Farben und Materialien in der Ausstattung der Zimmer sowie viel Tageslicht sorgen dafür, dass sich Patientinnen und Patienten im Spital der Zukunft wohl fühlen. Die Bettenstationen der Intensivmedizin mit 94 Betten sind ebenfalls mehrheitlich als Einzelzimmer konzipiert.
In die Neubauten MITTE1|2 werden auch hochmoderne Hybrid-Operationssäle, ausgestattet mit Geräten der jüngsten Generation, untergebracht. Intraoperative Magnetresonanztomographie (MRT) wird die Möglichkeit bieten, während Eingriffen den Operationsfortschritt zu beobachten. Chirurginnen und Chirurgen können so während der Operation beispielsweise abschätzen, ob der Tumor vollständig entfernt wurde oder ob es Komplikationen gibt. Damit sorgen wir für optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden und bestmögliche Ergebnisse für unsere Patientinnen und Patienten.
Im Oktober reichte das USZ die Baueingabe ein. In den Jahren zuvor traf das Spital bereits intensive Vorbereitungen. So zügelten unter anderem diverse Einheiten aus dem Stadtzentrum in die weiteren Standorte, beispielsweise an den Flughafen oder nach Stettbach.
Im Juni dann der erhoffte Entscheid: Die Baubewilligung für die Neubauten MITTE1|2 wurde rechtskräftig, nachdem nach der 30-tägigen öffentlichen Auflage keine Einsprachen gegen das Projekt eingegangen waren.
Noch im selben Jahr starteten die Abbrucharbeiten der bestehenden Gebäude auf dem Baufeld.
Nach vollzogenem Abbruch starteten die Aushubarbeiten, die bis ins Folgejahr dauerten.
In der zweiten Jahreshälfte wurde die Kantonsarchäologie involviert – bei den Aushubarbeiten wurden Teile des Spitalfriedhofes aus dem 19. Jahrhundert gefunden.
Tag für Tag gruben sich die Bagger in der Baugrube etwas tiefer in den Grund. Es zeigte sich einmal mehr, wie komplex ein Bauvorhaben in einem laufenden Spitalbetrieb ist: Um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende und Anwohnende vor Lärmemissionen, Erschütterungen, Staub und Verkehr zu schützen, unternahm das USZ viel.
Endlich konnte mit dem Rohbau begonnen werden. Nachdem eine Beschwerde der zweitplatzierten Bauunternehmung vom Verwaltungsgericht abgewiesen und vom Bundesgericht die aufschiebende Wirkung entzogen wurde, starteten die Arbeiten an der Bodenplatte und an den ersten Stockwerken des Spitals der Zukunft.
Mit der Grundsteinlegung am 17. November in der Baugrube der Neubauten läutete das USZ die nächste Phase ein.
Live-Webcam vom Dach des USZ Labor-Gebäudes (neues Bild alle 10 Minuten):

Live-Webcam vom Dach der Plattenstrasse 10 (neues Bild alle 10 Minuten):

Gemäss aktueller Terminplanung: Nach einer halbjährigen Testphase, in der sämtliche Gerätschaften und Prozesse auf Herz und Nieren getestet werden, können die ersten Patientinnen und Patienten im Spital der Zukunft behandelt werden.
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Der USZ-Newsletter erscheint zwei- bis dreimal pro Jahr und beinhaltet Beiträge zum Baufortschritt, zu den erwartenden Emissionen und zur fertiggestellten Infrastruktur.