HPV-Impfung: Gynäkologische Beratung

Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Obschon Infektionen mit den humanen Papillomaviren (HPV) meistens folgenlos abheilen, können sie auch chronisch verlaufen und das Risiko für Krebsvorstufen und Krebs im Ano-Genital- oder Mund-/Rachenbereich erhöhen.

Für rund 90% der Krebsfälle des Gebärmutterhalses sind die HPV-Typen 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 ursächlich. Die übrigen verteilen sich auf 5–10 weitere Typen. Im Laufe ihres Lebens kommen 70–80% aller Frauen und Männer mit diesen Viren in Kontakt, ohne dass sie es wissen oder bemerken. Junge Frauen zwischen dem 16. und 30. Lebensjahr sind am häufigsten betroffen. Das Ansteckungsrisiko steigt mit zunehmender Anzahl an Geschlechtspartnern. Meist verläuft die Infektion symptomlos, und das Virus ist dank der eigenen Immunabwehr innerhalb von ein bis zwei Jahren nicht mehr nachweisbar. Bei manchen Frauen bleibt jedoch aus bisher nicht geklärten Gründen die Infektion bestehen und aus HPV-infizierten Zellen können sich Krebsvorstufen und später Gebärmutterhalskrebs oder eine der anderen oben erwähnten Krebsarten entwickeln.

Die HPV-Impfung (durch kantonale Impfprogramme angeboten) schützt vor Ansteckung mit bestimmten humanen Papillomaviren und wird gerade bei jungen Frauen (seit 2015 auch bei jungen Männern) vor Aufnahme intimer Beziehungen empfohlen. Neben dieser klassischen Indikation gibt es auch andere Situationen, in denen die Impfung Sinn machen kann (in der Regel keine Pflichtleistung der Krankenkasse). Diese und weitere Massnahmen zur Prävention einer HPV-Infektion oder zur Senkung des Risikos des Wiederauftretens einer Krebsvorstufe nach deren Behandlung sind Gegenstand der in der Dysplasiesprechstunde angebotenen Beratungen. HPV-Impfungen werden selbstverständlich auch durchgeführt.

HPV-Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs

Nach jahrelanger Forschung und Nachweis der Wirksamkeit steht seit Januar 2007 in der Schweiz der erste Impfstoff gegen krebsverursachende Papillomaviren zur Verfügung. Die Klinik für Gynäkologie des Universitätsspitals Zürich ist stets bestrebt, Sie über die neuesten medizinischen Fortschritte zur Erhaltung Ihrer Gesundheit zu informieren.

Darf man auch in der Schwangerschaft impfen?

Eine Infektion durch den Impfstoff ist sicher ausgeschlossen, da er kein Viruserbgut, sondern nur Eiweiss-Anteile der Virushülle enthält. Aus Sicherheitsgründen wird trotz dem empfohlen, die Impfung möglichst vor oder nach einer Schwangerschaft durchzuführen bzw. Wiederholungsimpfungen auf die Zeit nach der Schwangerschaft zu verschieben.

Können geimpfte Frauen auf den Krebs abstrich verzichten?

Nein – jede Frau sollte weiterhin die frauenärztliche Vorsorgeuntersuchung mit regelmässigem Krebsabstrich durchführen lassen, da 5–10% der Genitalwarzen und 10% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen durch HPV-Typen hervorgerufen wer den, die nicht im Impfstoff enthalten sind. Gegen diese Erkrankungen schützt die Impfung nicht oder nur ungenügend.

Mehr zur HPV-Impfung und die häufigsten Fragen.

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