Trophoblasterkrankungen Behandlung

Trophoblasterkrankungen sind seltene Erkrankungen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft entstehen können. In unserem spezialisierten gynäkologischen Krebszentrum behandeln wir diese mit Operationen und/oder Chemotherapie. Die Therapie richtet sich nach der Art und Ausbreitung der Erkrankung.

Trophoblasterkrankungen entstehen aus dem Gewebe, das sich während einer Schwangerschaft zur Versorgung des Embryos bildet (Trophoblast). Es handelt sich um eine Gruppe von Erkrankungen, die sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) verlaufen können. Zu den wichtigsten Formen gehören:

  • Blasenmole (Hydatiforme Mole)
  • Invasive Mole
  • Chorionkarzinom
  • Seltener: Placental-site-Trophoblasttumor (PSTT) und epithelioider Trophoblasttumor (ETT)

Trophoblasterkrankungen treten in etwa 0,5 von 1’000 Schwangerschaften auf und können sowohl während als auch nach einer Schwangerschaft entstehen.

Diagnose bei uns

Zur Abklärung werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt:

  • Ärztliche Befragung und körperliche Untersuchung
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Ultraschall der Gebärmutter
  • Blutuntersuchung auf das Schwangerschaftshormon Beta-hCG

Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die passende Behandlung auszuwählen.

Behandlungsmöglichkeiten von Trophoblasterkrankungen

Die Art der Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung. In unserem Zentrum bieten wir folgende Behandlungsmöglichkeiten an:

Operation

Die häufigste Behandlung bei einer Blasenmole ist eine Ausschabung der Gebärmutter (Kürettage), oft mit Saugverfahren. In bestimmten Fällen – vor allem bei abgeschlossener Familienplanung oder fortgeschrittener Erkrankung – kann eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) notwendig sein.

Die Kürettage ist ein Routineeingriff in der Frauenheilkunde bei welchem die Schleimhaut aus dem Inneren der Gebärmutter entfernt wird. Meist erfolgt der Eingriff in einer kurzen Vollnarkose und häufig wird er mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kombiniert, um die Gebärmutterhöhle besser beurteilen zu können.

Auch wenn die Operation nur kurz dauert, werden Patientinnen danach im Aufwachraum überwacht, um Komplikationen wie Nachblutungen frühzeitig zu erkennen. Es kann einige Tage lang zu leichten Bauchkrämpfen und Blutungen kommen.

Für ersten Tage nach der Operation empfehlen wir:

  • Binden statt Tampons zu verwenden, um das Infektionsrisiko zu senken.
  • Sich körperlich zu schonen.
  • Starke oder anhaltende Schmerzen, Fieber oder ungewöhnlich starke Blutungen umgehend ärztlich abklären zu lassen.

Chemotherapie

Bei bösartigen Formen wie invasiver Mole oder Chorionkarzinom ist die Chemotherapie die wichtigste Behandlung. Je nach Risikogruppe kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz. Wir planen eine Chemotherapie bei Trophoblasterkrankungen individuell auf die Patientin abgestimmt, abhängig vom Tumorstadium, Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen und überwachen sie regelmässig durch Blutuntersuchungen (Beta-hCG), um den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Die Chemotherapie wird in der Regel ambulant in unserer Tagesklinik durchgeführt.

Nachsorge

Nach der Behandlung sind regelmässige Kontrollen an unserem Zentrum wichtig, um ein Wiederauftreten frühzeitig zu erkennen. Dazu gehören:

  • Regelmässige Blutuntersuchungen (Beta-hCG)
  • Gynäkologische Untersuchungen

Während der Nachsorge wird empfohlen, auf eine neue Schwangerschaft zu verzichten, bis die Kontrollen abgeschlossen sind.

Zweitmeinung

Wir bieten ebenfalls Zweitmeinungen für extern diagnostizierte und behandelte Trophoblasterkrankungen an. Hierfür melden Sie sich bitte über unser Zuweisungsformular an.

Online-Zuweisung

Häufige Fragen zur Behandlung von Trophoblasterkrankungen

In den meisten Fällen ist eine erneute Schwangerschaft nach Abschluss der Behandlung und Nachsorge möglich. Ihr Behandlungsteam wird Sie hierzu individuell beraten.

Die meisten Trophoblasterkrankungen sind heute sehr gut behandelbar. Die Heilungschancen sind sehr hoch – insbesondere bei frühzeitiger Diagnose und Therapie in einem spezialisierten gynäkologischen Tumorzentrum.

Verantwortliche Fachpersonen

Isabell Witzel, Prof. Dr. med.

Klinikdirektorin, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 00
Spezialgebiete: Behandlung von Brustkrebs, Gynäkologische Onkologie, Familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Eleftherios Pierre Samartzis, Dr. med.

Oberarzt, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 04
Spezialgebiete: Gynäkologische Tumorerkrankungen (Operative und Medikamentöse Therapie), Minimal-invasive Operationen (Laparoskopie, Roboterchirurgie), Endometriose

Inessa Diomande, Dr. med.

Oberärztin, Klinik für Gynäkologie

Tel. +41 44 255 52 04
Spezialgebiete: Gynäkologische Onkologie

Für Patientinnen

Sie können sich entweder selbst anmelden oder von Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt, ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zuweisen lassen.

Tel. +41 44 255 50 36

Montag – Freitag von 7.45 – 16.45 Uhr

Selbstanmeldung

Für Zuweisende

Universitätsspital Zürich
Klinik für Gynäkologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich

Tel. +41 44 255 50 36
Online zuweisen

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