V.a. bei jungen Patienten und Patientinnen ohne strukturelle Herzveränderung findet die Katheterablation zunehmend primär Verwendung, da diese nicht lebenslang Medikamente einnehmen möchten oder diese mit Nebenwirkungen assoziiert sind. Die Katheterablation von Kammertachykardien wird vorwiegend von endovaskulär („von innen“) durchgeführt (Abbildung 1), kann jedoch auch von epikardial («von aussen») erfolgen (Abbildung 2). Hierbei wird der Herzbeutel von aussen unter dem Brustbein angestochen, und die Katheter im Herzbeutel navigiert. In seltenen Fällen kann auch eine schonende Bestrahlung (stereotaktisch) von Kammertachykardien in Zusammenarbeit mit unseren Kollegen und Kolleginnen der Radioonkologie durchgeführt werden.

Abbildung 1: Endokardiale («Innenseite des Herzens») Ablation einer Kammertachykardie aus der linken Hauptkammer bei einem Patienten nach Herzinfarkt

Abbildung 2: Epikardiale («Aussenseite des Herzens») Ablation einer Kammertachykardie aus der rechten Hauptkammer bei einem Patienten mit Arrhythmogener Cardiomyopathie