Sandrine Bärtschi beim Material verräumen

Arbeiten am USZ

«Ich setze mich ein für eine optimale Behandlung von Anfang bis Ende.»

Sandrine ist fasziniert von der Komplexität der Neurologie. Als Fachverantwortliche setzt sie sich für bestmögliche, evidenzbasierte Behandlungsangebote der Ergo- und Physiotherapie ein – und als Dozentin dafür, dass wissenschaftliche Evidenz auch in der Praxis umgesetzt wird.

Was macht eine Fachexpertin Physiotherapie in der Neurologie?

Ich behandle verschiedenste Patient:innen, bei denen Gehirn oder Nerven von einer Krankheit betroffen sind. Das sind Krankheiten wie beispielsweise ein Schlaganfall, Parkinson oder entzündliche Erkrankungen, die auf das Nervensystem Einfluss haben. Betroffen sind Menschen von jung bis alt, die mit motorischen oder kognitiven Auswirkungen zu kämpfen haben. Als Physiotherapeutin kläre ich ab, wo sie im Alltag eingeschränkt sind, und unterstütze sie dabei, ihre Möglichkeiten zu erweitern.

Was fasziniert dich an der Neurologie?

Verletzungen oder Krankheiten im Gehirn wirken sich immer unterschiedlich aus. Sie können im MRI ähnlich aussehen und im Alltag komplett andere Auswirkungen haben. Man kann sich endlos in das Thema vertiefen und weiss dennoch nie alles. Ich arbeite gerne interprofessionell im engen Austausch mit anderen Berufen wie Pflege, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung oder dem Arztdienst. Es fasziniert mich immer wieder, wie Schwerbetroffene schnell Fortschritte machen. Und wie unglaublich stark chronisch erkrankte Patient:innen teilweise mit ihrer Krankheit umgehen.

Warum bist du ans USZ gekommen?

Meine Position hier ist ein echter Glücksfall. Ich arbeite vierzig Prozent mit neurologischen Patient:innen und vierzig Prozent als Fachverantwortliche der ganzen Physio- und Ergotherapie. Die Position der Fachverantwortung teile ich im Job-Sharing mit einem Kollegen. Dabei fördere ich die Fachentwicklung und Qualität von dreizehn Fachbereichen in der Ergo- und Physiotherapie und arbeite an übergreifenden Projekten, wie beispielsweise der optimalen therapeutischen Betreuung von Patient:innen vor und nach Organtransplantation, mit. Diese Mischung ist enorm spannend und bereichernd.

Du dozierst an der Berner Fachhochschule und bist Tutorin an der ZHAW.

Bildung ist extrem wichtig für die Weiterentwicklung eines Berufs. Gerade in der Neurologie, wo ständig neue Erkenntnisse auftauchen, hinkt die Praxis oft der Evidenz hinterher. In den Praxismodulen an den Hochschulen kann ich mein Wissen und meinen Enthusiasmus für die Neurologie weitergeben. Und bei der Modulplanung Einfluss darauf nehmen, welche wichtigen Themen vermittelt werden.

Du studierst selbst bald auch wieder.

Ja, ich habe mich für einen Master in Business Administration mit Fokus auf Leadership angemeldet. Als Fachexpertin sehe ich, wo Patient:innen von verbesserten Angeboten profitieren könnten. Als Fachverantwortliche kann ich diese Beobachtungen aus dem Alltag bei Entscheidungsträgern anbringen und für Lösungen argumentieren. Ich erhoffe mir, durch betriebswirtschaftliches Verständnis meine Fachkompetenzen spezifischer einbringen und so neue Behandlungsmethoden und Ressourcen legitimieren zu können. Ich wünsche mir eine optimale Betreuung unserer Patient:innen von Anfang bis Ende.

Sandrine Bärtschi

Fachverantwortliche Therapie, Physiotherapie Ergotherapie
Fachexpertin Physiotherapie, Physiotherapie Ergotherapie

Tel. +41 43 253 41 30

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