Altersflecken

Lentigines seniles

Mit den Jahren hinterlässt das Leben seine Spuren – auch auf der Haut. Plötzlich tauchen sie auf: kleine, dunkle Flecken, vor allem im Gesicht, an den Handrücken und Armen. Altersflecken gehören zum Älterwerden dazu, viele Menschen empfinden diese Pigmentveränderungen jedoch als störend. Hier erfahren Sie, auf was Sie achten sollten und was Sie bei Altersflecken tun können.

Was sind Altersflecken?

Altersflecken (Lentigines seniles), insbesondere sonnenbedingte Altersflecken (Lentigines solares), sind harmlose Pigmentveränderungen der Haut.  Sie entstehen durch jahrelange UV-Exposition und treten vor allem an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Händen, Unterarmen und Dekolleté auf.

Im Gegensatz zu Sommersprossen verblassen Altersflecken im Winter in der Regel nicht. Sie treten meist ab dem mittleren Erwachsenenalter auf und zeigen sich als flache, hell- bis dunkelbraune Flecken. Altersflecken sind ein Zeichen der Hautalterung und haben keinen Krankheitswert, können aber aus kosmetischen Gründen als störend empfunden werden.

Altersflecken: Ursachen und Risikofaktoren für Muttermale

Altersflecken entstehen durch eine übermässige Produktion des Hautfarbstoffs Melanin. Pigmentstörungen der Haut werden vor allem durch langjährige UV-Bestrahlung begünstigt. Hellhäutige Menschen sind häufiger betroffen als dunkelhäutige, Frauen häufiger als Männer. Wird die Haut über Jahre immer wieder der Sonne oder künstlichem UV-Licht (z. B. im Solarium) ausgesetzt, bilden sich an bestimmten Stellen vermehrt Pigmentablagerungen. Diese zeigen sich als bräunliche, scharf begrenzte Flecken vor allem an Händen, Gesicht und anderen sonnenexponierten Stellen.

Hände von älterer Frau mit Altersflecken

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählt neben der UV-Strahlung das Alter, da die Haut mit den Jahren weniger widerstandsfähig gegen äussere Einflüsse wird und Pigmentstörungen leichter auftreten. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Einige Menschen sind anfälliger für Altersflecken als andere. Weitere begünstigende Faktoren sind hormonelle Veränderungen (z. B. durch Schwangerschaft oder Pille), oxidativer Stress durch ungesunde Ernährung, Rauchen oder Umweltgifte sowie eine insgesamt ungesunde Lebensweise.

Symptome Altersflecken: Anzeichen und Warnsignale erkennen

Typische Symptome von Altersflecken sind:

  • flache, glatte, ovale oder unregelmässig geformte Flecken auf der Haut
  • hellbraune bis dunkelbraune Färbung, je nach Hauttyp und UV-Exposition
  • anfangs klein (wenige Millimeter), können aber mit der Zeit grösser werden
  • häufig an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Händen, Armen, Schultern, Dekolleté und Fussrücken
  • keine Beschwerden wie Schmerzen, Juckreiz oder Entzündungen

Pigmentveränderungen: Wann zum Arzt?

Altersflecken sind in der Regel harmlos und ein rein kosmetisches Problem. Wenn sich ein Fleck jedoch plötzlich verändert, unregelmässige Ränder entwickelt, deutlich dunkler wird, zu jucken oder zu bluten beginnt, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Solche Veränderungen können auf eine ernstere Hauterkrankung hinweisen. Eine frühzeitige Untersuchung bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt bringt Ihnen Klarheit.

Altersflecken: Diagnose und Untersuchungen

Um Altersflecken sicher zu diagnostizieren, erfolgt die klinische Untersuchung durch eine Hautärztin oder einen Hautarzt. Dabei werden die Pigmentflecken mittels Dermatoskopie betrachtet und abgetastet, um harmlose Altersflecken von anderen Hautveränderungen wie Muttermalen, Melasmen oder Hautkrebs zu unterscheiden. In seltenen Fällen wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, um sicherzustellen, dass es sich nicht um eine bösartige Hautveränderung handelt.

Es ist wichtig, jede neu auftretende oder sich verändernde Hautveränderung ärztlich abklären zu lassen. Insbesondere dunkle, unregelmässig geformte oder schnell wachsende Flecken sollten Sie ernst nehmen und zeitnah abklären. Ein regelmässiger Hautcheck kann helfen, etwaige bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Altersflecken: Vorbeugung, Früherkennung, Prognose

Wie kann ich Altersflecken vorbeugen?

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Ihre Möglichkeiten Altersflecken vorzubeugen:

  1. Ausreichender Sonnenschutz
  • Tägliche Anwendung von Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, idealerweise LSF 50.
  • Sonnenschutz nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über auftragen – besonders im Gesicht, an den Händen und anderen lichtexponierten Stellen.
  • Meiden Sie die Mittagssonne (zwischen 11 und 15 Uhr), denn dann ist die UV-Strahlung am intensivsten.
  • Tragen Sie bei Sonnenschein schützende Kleidung, wie lange Ärmel, Hüte oder spezielle UV-Schutzstoffe.
  1. Gesunde Hautpflege und Ernährung
  • Antioxidantien wie Vitamin C und E helfen, freie Radikale abzuwehren und die Haut zu schützen.
  • Feuchtigkeitsspendende Hautpflege (z. B. Hyaluronsäure und Niacinamid) kann die Hautbarriere stärken.
  • Sanfte Peelings (z. B. mit Fruchtsäuren) unterstützen die Hauterneuerung und beugen Pigmentstörungen vor.
  1. Gesunde Lebensweise
  • Rauchen und Alkohol reduzieren, denn beides beschleunigt die Hautalterung.
  • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren schützt die Haut von innen.
  • Stress minimieren, denn chronischer Stress kann die Hautalterung und Pigmentstörungen begünstigen.
  1. Keine Selbstversuche mit Hausmitteln oder aggressiven Behandlungen
  • Zitronensaft oder andere aggressive Hausmittel können die Haut reizen und Pigmentflecken sogar verstärken.

Früherkennung

Altersflecken treten häufig bei Menschen über 40 Jahren auf und sind eine normale Alterserscheinung. Die Früherkennung von Altersflecken ist wichtig, um mögliche Hautveränderungen, die auf Hautkrebs hinweisen könnten, rechtzeitig zu erkennen. Regelmässige Hautuntersuchungen und die Beobachtung von Veränderungen in Grösse, Form oder Farbe der Flecken können helfen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Bei Verdacht auf Hautkrebs sollten Sie sofort eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen.

Behandlung Altersflecken: Wie kann ich Pigmentstörungen behandeln?

Altersflecken können auf verschiedene Weise behandelt werden. Gängige Möglichkeiten sind:

  • Laserbehandlungen: Eine wirksame Methode zur Entfernung von Altersflecken ist die Laser-Therapie. Dabei wird die betroffene Haut mit einem Laserstrahl behandelt, der je nach Intensität in die Epidermis oder in tiefere Hautschichten eindringt. Der Laser zerstört die Pigmentablagerungen, die dann vom Körper abtransportiert werden. Für ein optimales kosmetisches Ergebnis sind meist mehrere Sitzungen notwendig. Mögliche Nebenwirkungen umfassen Rötung, Schwellung, Brennen sowie hypopigmentierte Areale. Während der Heilungsphase ist ein konsequenter UV-Schutz essenziell, um postinflammatorische Hyperpigmentierungen zu vermeiden.
  • Bleichcremes: Hautaufhellende Cremes mit Wirkstoffen wie Hydrochinon oder Retinoiden können die Melaninproduktion hemmen und so die Pigmentierung graduell reduzieren. Die Anwendung sollte unter dermatologischer Kontrolle erfolgen, da bei empfindlicher Haut Irritationen, Rötungen oder allergische Reaktionen auftreten können.
  • Chemische Peelings: Mittels Fruchtsäuren (z. B. Glykolsäure) oder Trichloressigsäure (TCA) werden oberflächliche Hautschichten kontrolliert abgetragen, was zu einer Glättung der Hautstruktur und Aufhellung von Pigmentflecken führen kann. Diese Verfahren sollten ausschliesslich durch erfahrene Dermatologinnen oder Dermatologen durchgeführt werden, da bei unsachgemässer Anwendung Risiken wie Rötungen, Entzündungen oder Narbenbildung bestehen.
  • Dermabrasion: Bei der Dermabrasion trägt die Ärztin oder der Arzt unter örtlicher Betäubung mit einer feinen Fräse die obersten Hautschichten ab. Durch die Bildung neuen Gewebes können dadurch Altersflecken reduziert werden. Allerdings kann die Haut für mehrere Wochen gerötet sein, und es besteht die Gefahr von Narbenbildung oder ungleichmässiger Pigmentierung.

Lassen Sie sich von einer Hautärztin oder einem Hautarzt beraten, welche Methode für Sie am besten geeignet ist.

Können Altersflecken nach einer Behandlung wieder auftreten?

Altersflecken können nach einer Behandlung erneut auftreten, da sie häufig durch UV-Strahlung verursacht werden. Um das Risiko einer erneuten Bildung zu minimieren, empfehlen wir Ihnen, ganzjährig einen geeigneten Sonnenschutz für Gesicht, Hals und Hände zu verwenden. Ausserdem sollten Sie längere Sonnenbäder vermeiden, um nicht nur Altersflecken, sondern auch anderen Hautschäden vorzubeugen.