Narben

Narben entstehen als natürliche Folge von Verletzungen, Operationen oder entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne. Während viele Narben mit der Zeit verblassen und kaum mehr sichtbar sind, können manche Narben wuchern oder sich in das Gewebe einziehen, was das Hautbild beeinträchtigt und häufig psychisch belastend wirkt.

Was für Arten von Narben gibt es?

  • Atrophe Narben: Diese Narben ziehen sich in das darunterliegende Gewebe zurück und erscheinen als kleine Grübchen, häufig bedingt durch Akne oder Windpocken.
  • Hypertrophe Narben: Durch eine überschiessende Bindegewebsbildung wölbt sich die Narbe sichtbar über das Hautniveau. Diese Narben entstehen meist innerhalb der ersten sechs Monate nach einer Verletzung.
  • Keloide: Keloide sind übermässig wachsende Narben, die oft über die ursprüngliche Wundgrenze hinausgehen und sich vor allem am Oberkörper, Nacken oder Ohrläppchen bilden. Sie können schmerzhaft sein und neigen zu Rückfällen, selbst nach operativer Entfernung.

Narben: Ursachen und Risikofaktoren

Die Narbenbildung wird durch individuelle Faktoren wie genetische Veranlagung, Hauttyp, Alter und hormonelle Einflüsse bestimmt. Besonders Menschen mit dunklerer Hautfarbe sowie Patienten mit ausgeprägter Akne zeigen ein erhöhtes Risiko für Keloidbildung. Auch mechanische Zugkräfte auf Wunden und unzureichende Wundpflege können die Narbenbildung negativ beeinflussen.

Narben: Symptome und Diagnose

Neben ästhetischen Beeinträchtigungen können hypertrophe Narben und Keloide mit Juckreiz, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen einhergehen. Eine frühzeitige ärztliche Beurteilung ist wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen und geeignete Therapien einzuleiten.

Behandlungsmöglichkeiten bei Narben

Die Therapie von Narben richtet sich nach der Narbenart und dem individuellen Heilungsverlauf. Häufig eingesetzte Verfahren sind:

  • Injektionen mit u.a. Kortikosteroiden: Besonders bei hypertrophen Narben und Keloiden wirksam, um die überschiessende Bindegewebsbildung zu reduzieren.
  • Lasertherapie: Unterstützt die Glättung der Hautoberfläche und fördert die Kollagen-Neubildung.
  • Chirurgische Korrektur (mit ggf. anschliessender Radiotherapie): In ausgewählten Fällen zur Entfernung oder Reduktion von Keloiden.
  • Silikonprodukte und Kompression: Zur Vorbeugung und Verbesserung des Narbenbildes während der Heilungsphase.

Narben: Vorbeugung und Nachsorge

Eine sorgfältige Wundversorgung, Schonung der betroffenen Hautpartien sowie der Schutz vor UV-Strahlung sind entscheidend, um die Narbenbildung zu minimieren. Eine frühzeitige Behandlung von auffälligen Narben verbessert die Prognose erheblich.

Lassen Sie sich gerne bei uns beraten, welche Narbentherapie für Sie am Besten geeignet ist.