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Neue Forschungsansätze für wirksamere Immuntherapien bei Glioblastomen und Hirnmetastasen

Hirntumoren gehören zu den aggressivsten Krebserkrankungen. Trotz grosser Fortschritte in der Onkologie bleibt ihre Behandlung schwierig, da etablierte Immuntherapien hier kaum wirksam sind.

Jenny Kienzler, Neurochirurgin und Tumorimmunologin an der Universität Zürich und am Universitätsspital Lausanne, leitet eine Forschungsgruppe am Comprehensive Cancer Center Zurich (CCCZ), die untersucht, wie myeloide Zellen – insbesondere tumorassoziierte Makrophagen – das immunsuppressive Mikromilieu in malignen Hirntumoren beeinflussen.

Neu an ihrem Ansatz ist, dass Kienzlers Team die Kommunikation zwischen Tumorzellen und Immunzellen auf Einzelzellebene entschlüsselt, um die entscheidenden Oberflächenmoleküle und Signalwege zu identifizieren, die für die Unterdrückung der Immunantwort verantwortlich sind. Diese präzise Kartierung schafft die Grundlage für zielgerichtete Immuntherapien, die erstmals direkt an den molekularen Schnittstellen zwischen Tumor und Immunsystem ansetzen.

Entwicklung neuer therapeutischer Strategien

Ziel ist es, die molekularen Mechanismen der Immunsuppression zu verstehen und daraus neue therapeutische Strategien zu entwickeln, die das Immunsystem befähigen, Tumorzellen wirksam zu bekämpfen und so die Behandlung von Glioblastomen und Hirnmetastasen zu verbessern.

Am Comprehensive Cancer Center Zurich (CCCZ) arbeiten Forschende und Klinikerinnen sowie Kliniker verschiedener Disziplinen gemeinsam daran, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung rasch in die klinische Anwendung zu übertragen. Das Projekt von Jenny Kienzler steht exemplarisch für diesen translationalen Ansatz – und für das Ziel des CCCZ, innovative und patientennahe Therapien in der Krebsmedizin zu fördern.

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