Nachhaltigkeit beim Bau

Nachhaltigkeitsaspekte haben bei der Planung und beim Bau der Gebäude MITTE1|2 eine wichtige Rolle inne. Die Neubauten werden das Spital in Sachen Nachhaltigkeit einen weiteren grossen Schritt voranbringen.

Chance für mehr Nachhaltigkeit

Neubauten sind eine grosse Chance, die Nachhaltigkeit weiter zu steigern. Dies gelingt beispielsweise durch eine Verbesserung der Energieeffizienz. Mit energieeffizienten Neubauten und ökologischen Energiequellen wird sowohl die Menge an bezogener Energie bis Mitte der 2040er Jahre deutlich reduziert als auch die energiebedingten Emissionen verringert. Bereits auf Stufe Richtplanung wurden die Umweltauswirkungen der Entwicklung des Hochschulgebiets Zürich-Zentrum für den gesamten Perimeter analysiert. Mit dem Umweltverträglichkeitsbericht zum USZ Kern-Areal Neubau MITTE1|2 entspricht die geplante Entwicklung den gesetzlichen Bestimmungen des Umweltschutzes.

Rezyklierbare Materialien und flexible Nutzungsmöglichkeiten

Bei den Neubauten MITTE1|2 verwenden wir nach Möglichkeit gut rezyklierbare Materialien wie Holz und Stahl und achten darauf, dass die eingesetzten Materialien frei von Schadstoffen sind.

Die Neubauten MITTE1|2 sind so konzipiert, dass sie sich gut an die künftigen Entwicklungen der Spitzenmedizin anpassen können. Das Gebäude wird zum Beispiel so errichtet, dass die meisten Wände nichttragend sind und so der Grundriss leichter angepasst werden kann, wenn dies veränderte Bedürfnisse der Medizin der Zukunft erfordern sollten. Die Decken können auch die potenziell schwereren Medizintechnikgeräte der Zukunft tragen.

Photovoltaik an den Fassaden

Einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leisten auch die Fassaden: Sie werden teilweise mit Photovoltaik-Elementen bestückt, die das Sonnenlicht in Strom umwandeln. Das Dach des Neubaus MITTE1 wird zudem mit Pflanzen begrünt, die mithelfen, das zunehmend wärmere Stadtklima auf natürliche Weise abzukühlen.

Geothermie-Sonden

Auf dem Baufeld von MITTE1|2 wurden 132 Geothermie-Sonden installiert. Diese tragen zur nachhaltigen Wärmeversorgung des Spitals bei und ermöglichen eine effiziente Nutzung von überschüssiger Energie. Diese Sonden leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO₂-Ausstosses des Universitätsspitals Zürich, indem sie erneuerbare Wärmequellen nutzen. Zudem speichert die Technologie die überschüssige Wärme der Sommermonate im Boden und nutzt sie im Winter für die Beheizung und Warmwasserversorgung, was die Energieeffizienz des Spitals weiter verbessert. Der Strom zum Betrieb der Wärmepumpen stammt darüber hinaus aus erneuerbarer Windkraft.

Räume zum Wohlfühlen

Die Neubauten werden auch die soziale Nachhaltigkeit des USZ erhöhen, zum Beispiel indem für Patientinnen und Patienten sowie für Besucherinnen und Besucher die Räume einfach zugänglich sein werden und hohe Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen. Um die geplanten Gebäude effizient zu betreiben, setzt das USZ auf kurze Wege und eine einfache Orientierung im Raum. Ruhe, angenehme Farben und Materialien in der Ausstattung der Zimmer sowie viel Tageslicht sorgen dafür, dass sich Patientinnen und Patienten im Spital der Zukunft wohl fühlen und unter optimalen Bedingungen genesen können.

Damit sich auch die Besuchenden wohl fühlen, schafft der Campus MITTE1|2 ein grosses Angebot an Ruhe-, Aufenthalts- und Begegnungszonen. Viele Bereiche sind öffentlich zugänglich, wie der geräumige Spitalpark oder Restaurationsmöglichkeiten.

Zertifiziert mit Gold-Standard

Die SGNI (Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) hat das USZ-Neubauprojekt MITTE1|2 mit dem Vorzertifikat „Gold-Standard“ ausgezeichnet. Dies bescheinigt dem USZ, dass die Neubauten umfassende Qualitätsanforderungen in Bezug auf nachhaltiges Bauen erfüllen und im Einklang mit über 40 Nachhaltigkeitskriterien stehen (vgl. Schweizer DGNB-System der SGNI).