Häufig wird bei einem biochemischen Rezidiv eine Antihormontherapie mit Spritzen und/oder Tabletten begonnen, welche das männliche Hormon Testosteron unterdrücken oder dessen Wirkung blockieren soll. Dieses Vorgehen hat bekannte Nebenwirkungen, wie z.B. das Nachlassen der Sexualfunktion, das Auftreten von Hitzewallungen, ein mögliches Wachstum von Brustdrüsengewebe und eine Reduktion von Knochendichte und Muskelmasse. In dieser Studie untersuchen wir, wie der Wirkstoff Terbinafin, der bisher zur Behandlung von Haut- und Nagelpilz eingesetzt wird, bei Prostatakrebs wirkt und ob er bei einem Rückfall der Erkrankung wirksam sein könnte.
Ziel der Studie
In dieser Studie wollen wir herausfinden, welchen Effekt das Studienmedikament Terbinafin, welches lang schon eingesetzt wird zur Behandlung von Pilzinfektionen der Haut und Nägel, auf eine Prostatakrebserkrankung hat.
Wer kann teilnehmen?
Bei Ihnen ist der Tumormarker PSA wieder angestiegen, obwohl früher bei Ihnen eine Entfernung und/oder Bestrahlung der Prostata durchgeführt wurde. In durchgeführten bildgebenden Untersuchungen hat man aktuell keine klaren Hinweise für Ableger in anderen Organen (z.B. im Knochen, sog. Metastasen) gefunden.
Ablauf
Die Teilnahme an dieser Studie dauert für Sie maximal 2 Jahre und besteht aus einer
Behandlungsphase und einer Nachbeobachtungsphase. Die Behandlungsphase umfasst maximal 12 Behandlungszyklen, ein Zyklus dauert jeweils 28 Tage (4 Wochen). Damit erstreckt sich die Behandlung auf maximal 12 Monate. Wir werden Sie während der Behandlung erstmalig nach ca. 2 Wochen und dann alle 4 Wochen zu Studienbesuchen einladen. Im Anschluss folgt eine Nachbeobachtungsphase von weiteren 12 Monaten, in der Sie das Studienmedikament nicht erhalten.
Entschädigung
Original Studienname
SCI 001 Terbinafine for biochemically recurrent prostate cancer (TerbinaPro) – A phase II drug-repurposing Study
BASEC-Nummer
2025-02576
Sponsoren
Swiss Cancer Institute