Das Multiple Myelom ist eine klonale Erkrankung terminal differenzierter B-Zellen, die durch eine hohe biologische Heterogenität und komplexe Krankheitsverläufe gekennzeichnet ist. Die Diagnostik basiert auf der Integration klinischer Befunde mit laborchemischen, immunologischen, zytogenetischen und molekularen Untersuchungen. Neben klassischen Parametern wie Serumprotein-Elektrophorese, Immunfixation und freier Leichtkettenanalyse gewinnen moderne Verfahren wie hochsensitive MRD-Diagnostik, molekulare Risikostratifizierung und funktionelle Bildgebung zunehmend an Bedeutung.
Dr. med. Michael Liu vom Universitätsspital Zürich gibt einen praxisnahen Überblick über den aktuellen State of the Art in der Diagnostik des Multiplen Myeloms und diskutiert die Bedeutung neuer therapeutischer Strategien wie monoklonaler Antikörper, bispezifischer Antikörper und CAR-T-Zelltherapien. Die Fortbildung richtet sich an FAMH-Laborspezialisten, Hämatologen sowie Weiterbildungsassistenten.